Interview mit dem smileskateboarding.com – Blog

Smileskateboarding

Ich wurde von Yaw K vom smileskateboarding.com-Blog interviewt:

Es geht um Fotografie und eben alles was jemanden interessieren könnte, der gerne etwas mehr über mich wissen möchte. :) Vielen Dank an Yaw K!

Nachzulesen ist das Ganze hier

Da der Blog einen Relaunch hatte, ist das Interview nicht mehr online. Aber das Interview selbst habe ich ja noch:

Wer oder Was ist Can Struck?
Eher “Wer” als “Was” ^^… Mein Vater ist Deutscher und meine Mutter Türkin, daher die Namensmischung. Zitat: “Wenn der Nachname schon deutsch ist, dann soll zumindest der Vorname türkisch sein.” Was alles andere angeht: Ich bin 82er Jahrgang, lebe in Köln (bin allerdings eigentlich Bayer) und stecke grade mitten in meiner Ausbildung zum Mediengestalter. Neben dem Job fotografiere ich wann immer ich die Zeit finde oder probe mit meiner Progressive-Ambient-Metal-Band “Non-Player Character”.
Wie bist Du zum fotografieren gekommen?
Ich würde sagen der übliche Weg: Der Vater. :) 2001 war ich zusammen mit meinem Vater in Namibia, zwei Wochen mit einem Pickup-Truck unterm Hintern und einem Zelt über dem Kopf. Die (damals natürlich Analog-)Spiegelreflex von meinem Dad war jederzeit griffbereit und Objektive von Weitwinkel bis Tele waren zur Genüge verfügbar. Ebenso Diafilme. Also habe ich das Fotografieren so richtig gelernt. Motive gab es dort in rauhen Massen. Lief dann so ab: Zebra sehen, Vollbremsung auf vollkommen verlassener staubiger Straße, Fenster runter, Kamera in die Hand, Knipsen, Weiterfahren. Beim zwanzigsten Zebra hatte ich’s dann raus. Das Resultat hat mich so begeistert, dass ich mir sofort nach dem Rückflug eine kleine Fuji Digitalkamera für damals 600,- DM gekauft habe. Winziges Ding, aber es ging paar Wochen danach in die USA, deswegen wollte ich unbedingt eine Digicam (die USA-Fotos befinden sich bereits auf meiner Website).
Was inspiriert dich beim fotografieren?
Es ist wie wenn ich meine Gitarre in die Hand nehme und anfange zu spielen. Dabei entstehen die besten Songs. Nicht anders beim Fotografieren: Meistens bin ich draußen unterwegs und entdecke eine Location, bei der ich mir sofort denke: Hier müsste ich dieses oder jenes Motiv fotografieren. Ich setze mich nicht zuhause hin und überlege was ich wo fotografiere. Besonders am Anfang hat es mir Spaß gemacht mit dem Auto rumzufahren und ein Motiv zu finden. Dann den perfekten Moment was Lichtverhältnisse und Wolken angeht zuhause abzuwarten und schnellstmöglich zum Motiv zu düsen. Es war eine Gelegenheit spontan vor die Tür zu kommen, an die frische Luft. Sonst plane ich selten. Wenn die Kamera dabei ist, entstehen auch Aufnahmen.
Digital oder Analog?
Digital, digital, digital. Schon beim Fotografieren mache ich mir Gedanken über die nachträgliche Bearbeitung in Photoshop im Groben. Die Aufnahmen entstehen immer im RAW-Format – Ohne Einmischung durch die Kamera. Wie dann das Bild durch die Bearbeitung perfekt wird, fasziniert mich immer wieder. Hier verschwende ich meistens auch viel Zeit, weil ich verschiedene Herangehensweisen ausprobiere. Ist der beste Weg gefunden, geht es darum diesen Stil bei allen Motiven einer Fotoserie bestmöglich einzuhalten. All dies fällt bei der Analogfotografie weg oder ist schlicht zu teuer/aufwändig für meinen Geschmack. Trotzdem gehöre ich zu denen die immernoch überzeugt sind, dass die Analogfotografie der digitalen überlegen ist.
Hast du schon eine genaue Vorstellung von dem wie ein Bild aussehen soll oder lässt du Raum für Überraschungen bzw Zufälle?

Aber natürlich Überraschung und Zufälle. So entstehen die Fotos, die eine Geschichte erzählen. Es kam noch nie vor, dass mir ein Bild aus einer Session am besten gefällt, welches geplant war. Im Studio mit künstlicher Beleuchtung – “perfekt geplantem” Licht – ist so gar nichts für mich. Viel zu steril und viel zu sehr Versandhauskatalogoptik…….

…. Natürlich gibt es Ausnahmen :)
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