Üsküdarim – Re-Post aus meinem alten Blog #1

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Die Kiz Kulesi in Üsküdar

Vor drei Jahren hatte ich schon einmal zusammen mit meiner Schwester einen Blog. Die Idee war – da sie in lebte und ich hier in Köln – über interkulturelles zu schreiben. Die Gedanken sind frei :)   Da es so schön war, hier einer der Texte:

Erinnert sich noch jemand daran wie früher immer an Sonntagabenden unten in Üsküdar die Promenade gesperrt wurde? Und alles voll war mit Menschen?? Und da am Lunapark Konzerte gegeben wurden (Einmal von Barış Manço. Das war was…. ach die alten Zeiten…)?
Das war immer das Schönste… Taze çekirdek kaufen, Strickjacke unter den Arm und dann am Abend da rum laufen, Fangen spielen mit den Geschwistern (die warum auch immer meistens keine Lust hatten) vorbei an der Kızkulesi und den Straßenkindern die im Bosporus badeten während die Erwachsenen auf den riesigen Steinen platz nahmen und an das hell leuchtende andere Ufer (Eminönü, das Goldene Horn, Karaköy, Beşiktaş, Ortaköy) der Meerenge blickten. Schließlich in den Çaybahçe direkt am Lunapark setzen um Gazoz zu trinken (während die Erwachsenen Tee trinken und dazu meist eine Packung Kippen am Abend rauchen). Dieses leckere süße Gazoz das so nach Kaugummi schmeckt. Ich glaube das ist Çamlıca Gazoz oder so ähnlich. Irgendwann kamen dann Sprite und 7up auf den Markt. Ab dem Moment hat man, wenn man Gazoz bestellt hat, meist eines dieser beiden Getränke bekommen. Deswegen haben wir immer wieder viel Zeit damit verbracht, dem Garson zu erklären, welches Gazoz wir eigentlich meinen. Irgendwann im Verlauf der Zeit hat sich zum Glück der Begriff Sade Gazoz für das Kaugummigesöff durchgesetzt. Aber da waren wir schon zu alt und es hat uns zu süß geschmeckt (Oder wir wurden inzwischen auf Sprite geprägt.. ich weiss es nicht). Tja und dann wären da noch die Verkäufer die rumrennen mit diesen Kappen mit Blinklichtern dran oder den leuchtenden Jojos und somit jede Familie konsequent am zügigen weiterkommen hindern.

Heute fahren dort Tag und Nacht Autos, nur noch ganz selten werden Konzerte gegeben und die Hälfte der Strecke ist zu einer monströsen Baustelle mit eigenartig hohen Blechzäunen mutiert. Dort wird die Station für die neue Straßenbahn gebaut die durch einen Tunnel das andre Ufer des Bosporus erreichen soll. Nebenbei werden noch archäologische Funde gemacht. Die Verkäufer gibts so auch nicht mehr (Leider lassen sich Playstation-Spiele eben nachts nicht so effektiv verkaufen wie leuchtende Jojos die auf Kinder wirken wie dieses Blaulicht auf Fliegen)
Früher war doch alles besser.

Postet doch einen Kommentar, wenn ihr ähnliche Erinnerungen an einen Ort oder ein Ereignis in habt…

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Eine Antwort zu “Üsküdarim – Re-Post aus meinem alten Blog #1”

  1. b0b sagt:

    guter header oben ;-D

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