Archiv für den Monat Juli 2010
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Fotoserie | Roadstertour Italien: Stelvio, Gavia, Rimini, Garda

Nach kurzfristiger Planung haben wir es endlich geschafft unsere Roadstertour nach Italien umzusetzen
Erstmal die Statistiken zur Reise:
Gefahrene Kilometer: 3041km
Höchster Punkt: Stilfser Joch, 2757m
Tag 1: Köln – Innsbruck
Wir wollten eine Woche nach Italien fahren und dabei ganz besonderes Augenmerk auf die Alpen richten. Genauer gesagt auf das Stilfser Joch und den Gaviapass. Am ersten Tag sind wir von Köln nach Innsbruck gefahren, mit einem kurzen Zwischenstopp in München. Kurz vor Innsbruck ging es schon in die Alpen und das Wetter wurde, nachdem wir auf der Autobahn in Deutschland bestimmt 40 Grad im Auto hatten, etwas kühler. Bis wir am Zeltplatz am Natterer See angekommen waren, hat es schon fürchterlich geschüttet. Zeltaufbauen und Sachen ausräumen war entsprechend ein recht großer Spass…
Am zweiten Tag ging es früh morgens los Richtung Spondigna, natürlich nur über Straßen ohne Maut. In Spondigna geht dann die Straße zum Stilfser Joch ab.

Tag 2: Stilfser Joch
Laut Top Gear (siehe youtube-Video ganz unten) ist es “Drivers Heaven” und ich kann es nur bestätigen. Mitten in den Alpen gelegen und mit einer Höhe von 2757 Metern der höchste Alpenpass in Italien, der zweithöchste überhaupt in den Alpen. Serpentinen so weit das Auge reicht, jede Menge Motorräder und Rennradfahrer, beeindruckende Berge auf allen Seiten und Kurven dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Wenn man Glück hat und nicht hinter einem langsamen ängstlichen Fahrer landet, kann man immer wieder im 1. Gang aus den Haarnadelkurven herausbeschleunigen und den Berg hochsprinten. Letztlich bleibt man aber so oft stehen um die Kulisse zu betrachten, dass man dieselben Autos mehrmals sieht ^^ Auf halber Strecke hat es etwas geregnet was uns am offenfahren nicht gehindert hat. Ganz oben auf dem Pass kann man an Gletschern entlanglaufen, zu Fuss noch etwas mehr in die Höhe und natürlich in mehreren Restaurants etwas essen. Hinunter auf der anderen Seite kommt man direkt an der Grenze zur Schweiz vorbei und etwas später an einem wilden Fluss, der steil den Berg herabstürzt und die Strecke unterhalb in, nunja, Regen hüllt. Hier ist das Verdeck dann doch nicht offengeblieben.
Tag 2: Gaviapass
Eigentlich wollten wir – weil das Stilfser Joch uns schon viel Zeit gekostet hatte – auf den Gaviapass verzichten. Das Navi meinte aber das sei die kürzeste Route nach Trento und da haben wir nicht nein gesagt. Es hat sich gelohnt. Außer uns waren nur zwei andere Fahrzeuge auf dem Pass unterwegs und hier war der Asphalt noch richtig alt, die Straße nur eine Fahrzeugspur breit und die Kurven noch eine Ecke spitzer. Auf halber Höhe findet man einen wunderschönen Bergsee, danach geht es Stück für Stück bergab Richtung Trento.
Gegen abend ging es dann vorbei an Trento bis zum Lago di Lévico wo wir bei Sonnenuntergang im See gebadet und danach auf dem Campingplatz gezeltet haben.

Tag 3: Chioggia nach Rimini
Am dritten Tag ging es über eine mautfreie Autobahn bis nach Chioggia, immer flankiert von den hohen Bergen. Auch diese Strecke lohnt sich sehr. Ab Chioggio haben wir uns gewundert dass wir nie ans Meer konnten, obwohl es laut Europakarte greifbar nah war. Wir haben uns die Zeit mit unglaublich leckeren Tomaten und Gurken und viel italienischer Musik vertrieben. Bei Cervia haben wir spontan beschlossen einfach konsequent auf das Meer zu zufahren, bis es sich uns in den Weg stellt. Wir sind ins Wasser und danach direkt wieder in den Zetti und weitergefahren. Bis Rimini.
Tag 4: Rimini – Pause
Sommer, Strand, Meer, Sonne…. :)

Tag 5: Ancona
Da es am Strand langweilig wurde haben wir uns in den Zetti gesetzt und sind nach Ancona gefahren. Immer am Meer entlang, auch wieder eine wirklich schöne Strecke mit vielen malerischen kleinen Orten durch die man fährt. Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch unser Temperaturmaximum erreicht: Um 10 Uhr morgens bei Abfahrt waren es 41 Grad Celsius im Schatten. Und es ist nicht so dass wir einen kühleren Tag gehabt hätten! In Ancona haben wir uns in das erste Parkhaus gestellt und haben die Stadt dann zu Fuss erkundet. Danach ging es wieder zurück nach Rimini, allerdings über die Mautstraße. Für ca. 200km waren es ca. 20€

Tag 6: Gardasee
Bis wir nach langer Fahrt über italienische Mautstraßen bei brennender Sonne am Gardasee ankamen, verging eine halbe Ewigkeit. Autobahnen sind soooo langweilig! Aber dann: Direkt reinfahren nach Garda und erstmal am See Wassermelone anschneiden. Danach haben wir den Plan gefasst wo wir campen wollen. Die Google Maps Bewertungen waren zwar ein Anhaltspunkt, letztlich haben wir aber beschlossen der Reihe nach bei den Plätzen nachzufragen. Der erste war dann direkt auch passend. Wie praktisch und zeitsparend. ^^ Mit Strand am Gardasee und viel Platz auf dem zugeteilten Campingplatz. Gleich mal in den See und abkühlen. Danach in Garda was leckeres essen und wieder ins Auto. Am liebsten wären wir einmal komplett um den See herumgefahren. Leider war es zu spät und wir zu erschöpft. So hat es nur für das Ostufer von Nüd bis Nord gereicht (Auf unserer Europakarte als “besonders lohnenswerte Strecke” gekennzeichnet). Auf der Strecke begegnen einem viele Porsche und andere Sportwagen. Alleine für die Straße um den Gardasee lohnt sich ein Besuch. Abends zurück auf dem Campingplatz nochmal ins Wasser und dann war es das auch schon am Gardasee. Da werden wir auf jeden Fall nochmal hinfahren!
Tag 7 und 8: Rückfahrt nach Köln über Brenner & München
Davon habe ich keine Fotos mehr, aber die Rückfahrt erfolgte über italienische Mautstraße bis zur letzten Ausfahrt vor dem Brennerpass. Da haben wir die Autobahn verlassen und sind über den “alten” Brenner (kostenlos) nach Innsbruck gefahren. Von da an: Immer auf nach Hause!
Gesamte Fotoserie
Anmerkungen
In ein paar Wochen werde ich noch gedrehte Videos von der Reise hochladen, dann bekommt ihr einen viel besseren Eindruck wie die Berge auf den Strecken um uns herum kreisten als durch die Fotos.
Auf die Idee Stilfser Joch kam ich übrigens durch diesen Bericht bei Top Gear (die letzten Minuten davon besser gesagt):
Scoring Cars | MG Midget
Fotoserie | The Grave – Chevrolet Corvette

Auf dem Blog the VISUALIZERS bin ich vor ein paar Wochen auf ein sehr cooles Bild gestoßen…
Und zwar eine völlig vergessene, runtergekommene Corvette C3 mitten im Herzen von Frankfurt. Direkt den Blog angeschrieben und nach Infos über den Ort gefragt. Auf dem Rückweg aus Italien ging es natürlich an Frankfurt vorbei und das war die perfekte Gelegenheit! Das Baujahr müsste aufgrund der Form des Hecks und der Heckscheibe, die “um die Ecken” gebogen ist zwischen 1978 und 1982 sein. Auf Nachfrage bei Nachbarn gab es die Info dass es schon mehrere Interessierte gab, der Besitzer (dessen Namen ich auch erfahren konnte) längst weggezogen ist und das Auto da stehenlassen hat. An einem Verkauf sei er damals nicht interessiert gewesen. Das Nummernschild ist von 2000 und so wie die Vette aussieht, steht sie da auch schon 10 Jahre. Das arme Ding! Wäre mit Sicherheit noch interessant die ganze Geschichte hinter der Corvette in Erfahrung zu bringen.. Wie auch immer, hier die Fotos.
Nochmal vielen Dank an the VISUALIZERS für die Infos über den Standort!
Chevrolet Corvette C3


