Zeit für mehr als einen Zweisitzer… bald. Cabrioratgeber

BMW M6 Cabrio

Melegim und ich haben nur einen Zweisitzer, ja. Und bald – aus offensichtlichen Gründen – ist mindestens ein dritter Sitzplatz nötig. Für den.. “Navigator” glaube ich. Ist doch so: Neben Pilot und Copilot, die beide vorne aus dem Flugzeug raussehen, gibt es noch eine wichtige dritte Person, die meist nur irgendwelche Instrumente beobachtet und dahintersitzt. Es ist zwar noch eine Weile hin, aber es lohnt sich immer sich frühzeitig Gedanken zu machen und dann den Gebrauchtwagenmarkt zu beobachten. Da wir beide ganz eigene Anforderungen haben (im Vergleich zur breiten Masse) was ein zweites Auto angeht (richtig: Der Z3 kommt niemals weg!), ist die Wahl nicht leicht zu treffen.

Eines gleich vorweg: Dinge wie Platzangebot, Anzahl Türen, Kofferraumvolumen, Verbrauch, Aussendimensionen und anderes interessieren uns eher sekundär bis GAR NICHT. Es kommt kein Kleinwagen in die Tüte (allein schon wegen Reparaturanfälligkeit), genausowenig irgendein Variant. Dafür muss es gewisse Sicherheitsmerkmale durchaus vorweisen (Airbags auch hinten zum Beispiel). Ausserdem muss es voll autobahntauglich sein, da wir hier in Köln sowieso kein Auto benötigen oder der Z3 genügt, sondern meist damit zwischen den Städten unterwegs sein werden. Der Z3 ist beispielsweise auf der Autobahn ab 150km/h so laut (Rauschen, Motorgeräusch, BOSI-Auspuff) dass man sich weder unterhalten noch Musik hören kann. Ein paar weitere Merkmale haben wir in einem zweiten Schritt festgelegt: Lederausstattung muss sein – Stoff sieht so gut wie immer sehr viel billiger aus und hat meist komische Muster -, Xenon-Scheinwerfer muss sein (ich liebe Xenon!), max. 70.000km darf es gefahren sein und das Baujahr muss mindestens 2004 sein.

Ich kann jedem der einen Gebrauchten kaufen will nur empfehlen: Kauft keinen neuen Kleinwagen sondern greift lieber für dasselbe Geld auf ein etwas älteres Fahrzeug ab der Golfklasse zurück. Kleinwagen sind immer sehr reparaturintensiv und mit entsprechenden Kosten kann man rechnen (gut -  gaaanz neue Kleinwagen sind inzwischen durchaus besser). Jeder der mal einen Ford Fiesta, Opel Corsa, Renault Clio oder Peugeot 206 (nur um Beispiele zu nennen) besaß wird wissen wovon ich rede. Es ist aber auch verständlich: Der Auspuff bei einem möglichst günstigen Kleinwagen kann nicht auf demselben hochwertigeren Material gefertigt werden wie bei einem größeren Fahrzeug das neu das doppelte kostet.

In einem weiteren Schritt waren wir vor zwei Alternativen gestellt: Entweder es muss über einen kürzeren Zeitraum finanziert werden und wir machen dafür Abstriche oder die Finanzierung dauert länger aber dafür müssen wir wirklich etwas finden womit wir beide lange Zeit leben können.

Gebrauchtwagen Erste Gruppe

In die erste Kategorie fielen folgende Fahrzeuge: Mercedes C Coupé (Facelift) – schönster Innenraum von allen Fahrzeugen hier, Alfa Romeo Brera, BMW 1er 3- oder 5-Türer (alle oben zu sehen)
Spätestens mit der Entscheidung von Melegim, dass ein Auto mit dem wir viele Jahre glücklich werden unbedingt ein Cabrio sein muss hat sich einiges geändert. Dabei denke ich nicht anders als sie: Damit wir in ein paar Jahren mit dem Auto plus Navigator auf dem Rücksitz Reisen nach Italien, Frankreich, Spanien machen können und diese dank der Nähe zur Umgebung, die ein Cabrio suggeriert bzw. sogar ermöglicht, auch wirklich Spass machen (die Fahrt ist das Ziel!), muss das Auto einfach rundum offen sein. Mit einem BMW E39 520i kann man eine solche Reise einfach nicht machen: Man er”fährt” zu wenig von dem drumherum, ist zwar relaxt, aber nach der Rückkehr fragt man sich ob man überhaupt unterwegs war. Ein Cabrio ist einfach unvergleichlich.

Da das ganz oben im Artikel abgebildete BMW 6er Cabrio leider leicht außerhalb unseres Rahmen ist, entstand eine zweite Fahrzeugflotte: BMW E46 3er (Facelift) Cabrio, Audi A4 B7 Cabrio, MINI Cooper Cabrio, BMW 1er Cabrio, Audi A3 Cabrio
Die letzten beiden fielen auch recht schnell aus der Suchliste. Es sind die jeweils kleinsten Modelle, die zwar etwas neuere Baujahre wären aber in der Preiskategorie die uns vorschwebt eigentlich immer absolute Basisaustattung hätten. Dafür lohnt es sich nicht, wenn man für dasselbe Geld ein wenige Jahre älteres Mittelklassefahrzeug mit gleicher Laufleistung erhalten kann. Der MINI ist zwar wunderbar stylish und zeitlos (man kann damit auch vor einem teuren Hotel vorfahren), aber hier ist das Argument des unglaublich wenigen Platzes auf den Rücksitzen dann doch (im Vergleich zu 3er und A4) zu beachten.

Etwas anderes als die übriggebliebenen deutschen Marken kommt schon allein wegen des Innenraumes nicht in Frage. Renault oder Peugeot, Ford oder Opel sind wegen der Gestaltung und Anmutung des Innenraums und Cockpits einfach nicht unser Ding. Damit stand fest welche Suchfilter anzulegen sind. Über die nächsten Monate werden wir jetzt beobachten welche Angebote es gibt. Bei Cabrios ist der “Sommereffekt” gar nicht so unbedeutend: Kurz vor den heissen Tagen werden sie teurer weil jeder Lust auf ein Cabrio bekommt und Cabriobesitzer eher zu “diesen einen Sommer nehmen wir noch mit” tendieren. Gegen Winter dann will keiner mehr ein Cabrio kaufen (steht ja dann evtl. monatelang in der Garage) und die, die mit ihrem Cabrio den Sommer noch gefahren sind, wollen es wegen Nebenkosten loswerden. Meist also die perfekte Zeit zum Zugreifen.

Übrigens: Es spricht nichts dagegen ein Cabrio als Ganzjahresfahrzeug zu verwenden! Natürlich ist die Verwendung eines entsprechenden Hardtops anzuraten aber auch mit einem Stoffverdeck kommt man gut durch den Winter. Man sollte eine Garage haben, damit das Verdeck nicht immer nass wird und dann gefriert oder – falls keine Garage vorhanden ist – eine Plane drüberspannen. Die meisten Cabriofahrer dürften jedoch sowieso eine Garage oder einen Tiefgaragenstellplatz besitzen. Pflegt man das Verdeck immer gut und geht sorgfältig damit um, übersteht es auch den schlimmsten Winter.

Wenn es nun um die übriggebliebenen zwei Fahrzeuge geht, so ist eines noch wichtig: Sie müssen edel aussehen und müssen “das besondere Etwas haben”. Genau wie unser Z3 – das behaupte ich jetzt einfach mal. Es gibt so viele Z3 die schrecklich aussehen (geschätzte 70%) weil irgendwas immer nicht passt (Felgen, Orangene Blinker, Vor-Facelift, komische Chrom-Nieren und Lustauslässe an der Motorhaube etc.). Doch Unserer sticht auf dem Parkplatz heraus und wir werden oft darauf angesprochen – wenn nicht sogar mit Kaufangeboten. Gerade beim 3er kann es schnell passieren dass er in der Masse der 3er untergeht.

Daher auch ein paar weitere Wünsche.

3er BMW: Alles was M ist, ist gut. :) Mindestens M-Sportlenkrad und kurzer Schaltknauf. Aussenfarbe schwarz. Chromline. Felgen wie unten auf dem Bild. Innenraum hell (beige/creme), am besten inklusive Fussraum bis zu den Interieurleisten am Cockpit (also oben schwarz, unten beige), weisse Blinker, sollte ein 320i oder 325i sein

Perfektes BMW 3er E39 Cabrio

Audi A4: Alles was S-Line ist, ist gut. :) Mindestens Sportlenkrad 3-Speichen, Sportsitze, sollte ein A4 2.0 sein

Warum die Liste beim A4 so kurz ist? Scheinbar gibt es den A4 fast nur mit schwarzem Leder. Jedenfalls ist die Auswahl nicht ansatzweise so groß wie beim 3er. Ausserdem fällt auf: Es gibt sehr viel mehr Automatikgetriebe als manuelle! Also auch ganz anders als bei BMW.

Perfektes Audi A4 Cabrio B7

Die Entscheidung für eines der Fahrzeuge fällt schwer. Der A4 ist mit seiner verchromten A-Säule und dem Singleframe-Grill ein echter Blickfang. Das Heck sieht wunderschön clean aus und hat bei jeder Motorisierung zwei Endrohre, eines links und eines rechts. Das Design gefällt uns beiden eine Ecke besser als beim BMW. Jedoch hat der A4 in der Preisklasse immer nur Frontantrieb und die Motoren sind alle Vierzylinder. Was Fahrdynamik angeht bin ich skeptisch. Der Innenraum ist auch der schönere, besonders wenn das Navi mit großem Display verbaut ist. Das 3-Speichen-Lenkrad ist das beste auf der ganzen weiten Welt wie ich schon beim Fahrbericht zum Q5 geschrieben habe. Der BMW hätte einen 6-Zylinder, die besseren Fahrleistungen, sieht auch gerade von vorne schön aus. Es gibt sehr viel mehr Auswahl an Farbkombinationen unter den Gebrauchten. Da die Audis was die Auswahl bei vielen angeht eher bescheiden sind, habe ich im Netz noch nach guten Felgen gesucht und bin bei Hofele mit den “Spyder”-Felgen fündig geworden. Der Preis ist mit ca. 250€ pro Felge sogar erschwinglich.

Hofele Felgen Audi A4 Spyder

 

Renault Twingo “Miss Sixty” …soooo pink

Renault Twingo Miss Sixty Front
Da soll mal jemand sagen junge Twens der weiblichen Art bekommen nicht speziell auf sie abgestimmte Produkte im Automobilsektor. Falsch gedacht! Was aber dabei herauskommt wenn man etwas über das Ziel hinausschiesst, das zeigt Renault mit der neuen Twingo-Edition “Miss Sixty”. Entstanden in Kooperation mit dem bekannten Modelabel aus Italien. Eines sage ich gerne: Das Auto entspricht in allen Zügen dem was ich mit Miss Sixty am ehesten in Verbindung bringe. Aber will Mann Frau wirklich damit herumfahren? Mich würde interessieren was junge Frauen davon halten und ob er so gut ankommt wie Renault sich das erhofft.
Ich habe die Vermutung dass, während das Auto auf den Produktfotos noch akzeptabler aussieht, der Renault in echt im Straßenbild hässlicher sein könnte und sich mal locker in die Reihe “Autos die es so nicht geben sollte” ala VW Polo in grün/rot/blau/gelb (jedes Bleichteil andere Farbe – erinnert ihr euch?) einreiht. Ich meine: Felgen in Pink? Das sieht doch billig aus!!
Das da in der Mittelkonsole ist übrigens tatsächlich ein Make-Up-Holder. Ja. Ist das nicht ein Klischee? Gibt es diesen Bedarf wirklich?
Die jetzt veröffentlichte TV-Werbung ist ganz originell und sexy aber.. spricht die nicht eher (mal wieder) den Mann an als die Frau? Wobei – Melegim gefällt sie bestimmt. :D

Ich vermisse sowieso den alten Twingo…. :(

Renault Twingo Miss Sixty Lippenstift

Der neue VW Bully ist kantig statt knuddelig

VW Microbus

…und es steht ihm! Die Zeiten der superrunden Autos sind vorbei, heutzutage muss alles sportlich und kantig-scharf aussehen. Aber wenn eine solche Studie dabei herauskommt finde ich mal wieder es könnte gar nicht besser laufen. VW zeigt eine Neuinterpretation des T1 und man merkt dass die Zeit der peinlichen Retro-Autos vorbei ist (das waren dann die 90er mit dem damaligen Fiat Cinquecento, PT Cruiser, VW New Beetle und und) und goldige Designjahre bevorstehen.

Voraussetzung ist natürlich eines: Der Bully muss genau so, wie hier zu sehen, gebaut werden! Das soll zeitgleich eine (noch) harmlose Warnung an VW sein. Den neuen Beetle finde ich nicht besonders toll – zumindest nicht des Aufsehens wert das gemacht wurde. Mit dem Bully könnte VW aber eine neue Stilikone schaffen. Für mich sind es ganz neue Gefühle: Ich könnte mir wahrlich vorstellen einen solchen people carrier zu fahren! Sowas hab ich noch nie gesagt!!!

Die Fotos machen aber auch wirklich Lust auf mehr. Dieses Auto passt eher an den Sandstrand als in die City, da bin ich mir sicher. Fast schon zu schade um bei Regen an den Straßenrand zu stellen.

VW Microbus

Das H7-Leiden oder: Ich bin es leid!

BMW Z3 Osram H7

Warum nur warum….. versagen die süßen kleinen teuren H7-Lämpchen so oft? In einem Jahr musste ich jetzt insgesamt 5 Birnen tauschen. So kann es einfach nicht weitergehen! Auch wenn ein Preisvergleich zeigt dass Osram, Philips etc. im Internet knapp 40% billiger sind als beim Baumarkt um die Ecke und es somit nur 30€ für zwei Stück sind… Das große Problem ist nicht der Preis, sondern die Einbausituation im Z3. Auf der rechten Seite (siehe Bild) ist es recht schnell getan – hier muss nur der Wischerwasser-Tank ausgebaut werden um mit der Hand die Fassung herausdrehen zu können. Auf der linken Seite bietet sich hingegen ein ganz anderes Bild. Dank mehrerer Stahlstreben und diversen Bauelementen die den Weg (wohl) versperren mussten, kommt man hier sowieso nur mit dünnen Armen ran. Aber selbst dann sind die Arme danach blau und wund. Man muss mit beiden Händen diesseits und jenseits der größten Stahlstrebe in die Tiefen fassen, hat dann natürlich keinen Blick mehr auf die Baustelle und muss anschließend die Fassung um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn drehen. Da diese mit Plastikfedern am Fleck gehalten wird ist dafür ein Kraftaufwand nötig. Hat man sie herausgezogen kann man sich schonmal freuen. Spätestens beim Einbau vergeht die Freude aber endgültig: Die Fassung hat drei Noppen die zeitgleich an exakt der richtigen Stelle anliegen müssen. Dann muss die Fassung gegen den Scheinwerfer gepresst werden damit die Plastikfedern herniedergedrückt werden. Danach muss die Fassung ohne zu verkanten und mit gleichbleibenden Druck wieder um 90 Grad in die Ausgangsposition gedreht werden. Das ganze dauert mindestens 10 Minuten und die Arme sind danach – wie schon erwähnt – wund.

Ich habe in Foren gelesen dass aufgrund der Bauweise des Scheinwerfers des Z3 (klein, enger Raum) Hitzestau die Glühbirnen zerstören kann. Da ich nicht widerstehen kann H7-Birnen mit 50% und mehr Lichtausbeute und anderen Gimmicks einzusetzen führe ich den häufigen Defekt einfach mal darauf zurück (die leistungsstärkeren Birnen werden ja sicherlich auch heisser). Wären wir in den USA könnte man bestimmt ein Verfahren gegen die Hersteller anzetteln weil auf der Verpackung ja nicht steht: “Warnung! Achten Sie auf einen ausreichend dimensionierten Scheinwerfer.” Aber zum Glück sind wir ja nicht in den USA :)

Diesmal probiere ich die H7 “Night Braker Plus” von Osram aus (bei Amazon für 20€), von Philips und Bosch habe ich so ziemlich jedes Modell bis auf die absoluten Standardbirnen durch.

Scoring Cars: Corvette C3 (zu verkaufen!)

Corvette C3 weiss

Dieses Auto kennt ihr schon von meiner Fotoserie “The Grave“… Es ist eine Corvette C3. Jedoch ist diese nicht mit Algen überwachsen und in schrecklichem Zustand sondern richtig gut erhalten (Naja paar Macken, z.B. fehlt das Emblem auf der endlosen Motorhaube). Wurde erst vor kurzem aus den USA importiert und – festhalten – soll nach Reparatur und Frischekur zum Verkauf angeboten werden! Also wenn ihr etwas mehr als 20.000€ gerade übrig habt, dann kann ich gerne vermitteln. ;)

Hinten rechts auf dem Teaserbild ist übrigens unser Zetti zu sehen… der jetzt neben neuen Bremsen auch noch eine neue Zylinderkopfdichtung braucht und Öl weint. Trotz all der Versuche es zu vermeiden, gewechselten Lüftern, Thermostaten und und… hat alles nichts geholfen. Billig wird’s nicht – und schön auch nicht. Gerade erst gab es ja neue Reifen, neue Bremsen… meine Güte, was für eine Diva der kleine Zetti!

Aber bleiben wir beim C3, besser: bei DER C3. Früher waren ja viele Autos weiblich. Die Corvette hat dank ihrer geschwungenen Formen auch immer schon die Parallelen zum weiblichen Körper beschwört. Der Hüftschwung, die Taille… Dieses Auto hat die perfekten Proportionen!

Zuallerst deswegen die Punkte:

08/10

Natürlich sind die Corvette C1 und C2 absolute Klassiker und die C3 weniger. Aber nach der C3 gab es keine besonders schöne Corvette mehr. Bis auf die aktuelle C6. Die ist wieder richtig toll!! hehe

9 von 10 Punkten hätte es gegeben wenn in diesem Fall rechts vorne und hinten nicht unterschiedliche Felgen montiert gewesen wären und überhaupt ein paar andere Dinge noch richtig wären. Jedoch wird das Auto ja hergerichtet und danach……….. wir werden sehen.

Was ich leider nicht habe: Ein Video auf dem ihr den Sound dieses V8 erleben könntet. Wahnsinn!

Noch ein paar Fotos:

Corvette C3 weiss Details