Faszinierende Videoprojektionen

Dunlop Cheoptics Hologramm

Was nicht alles möglich ist… Da steht ein Auto auf der Bühne und plötzlich scheinen sich die Räder zu drehen und man fühlt sich teilweise in TRON versetzt. Drauf gestoßen bin ich drüben bei rad-ab. Jens war bei einer Reifenpräsentation von Dunlop dabei (da bin ich ehrlich gesagt auch ziemlich neidisch auf ihn… Warum? Einfach mal ein wenig in seinem Blog stöbern und ihr wisst warum.).

Möchte ich dringend mal live erleben. Wenn es in den Videos schon so nice rüberkommt!

Damit ihr versteht was daran so toll ist jetzt hier zwei Videos. Einmal von Jan Gleitsmann (autogeil.de) und dann noch von Jens Stratmann. Danach gibts ein drittes Video in dem ein wenig der Aufbau einer solchen Präsentation zu sehen ist:

Ein Freund hat mich darauf aufmerksam gemacht dass es eine solche Videoinstallation auch mal von Marlboro gab – mit einem Audi statt einem BMW. Hier wird auch im Zeitraffer gezeigt wie das Ganze aufgebaut wird:

Über die hier genannte zuständige Agentur radugadesign kommt man an alle weiteren Infos:
Cheoptics360 nennt sich das Gerät bzw. die Technik des Herstellers viZoo…. ach aber was mache ich hier eigentlich: Staunt doch einfach lieber über die tollen Effekte. Viel Spass!

Bildquelle, Copyright: Jens Stratmann, 2012

Interview mit Henrik Fisker bei The Brander

Henrik Fisker zeichnet Auto / Henrik Fisker draws car

Henrik Fisker sollte eigentlich jedem ein Begriff sein. Der Mann hinter der Marke Fisker und dem congenialen Fisker Karma hat sich seine Lorbeeren mit Designs für – unter anderem – den BMW Z8 oder den Aston Martin DB9 verdient (ich hatte in einem anderen Artikel bereits darüber berichtet) und ist wenn es nach mir geht einer der ganz Großen im Automobildesign-Sektor. Ich wünschte ich hätte die Möglichkeit dazu gehabt – genau genommen hatte ich die Schweizer Zentrale von Fisker auch angeschrieben, allerdings keine Antwort erhalten -  doch ist mir das Schweizer Online-Magazin “The Brander” zuvor gekommen und hat heute ein Interview mit Henrik Fisker veröffentlicht, in dem ihr einiges mehr über ihn, von ihm, erfahren könnt.

Ein Zitat von ihm trifft bei mir genau den richtigen Nerv: “Ich möchte, dass wir auch in Zukunft mit Autos, schönen, schnellen Autos, herumfahren können. Das geht aber nur, wenn wir radikal neue Technologien entwickeln.”

Weiter zum Interview in deutsch und englisch.

Copyright Bild: Reto Caduff

Gebrauchtwagen: Alfa Romeo 8C Spider gefällig?

Alfa Romeo 8C Spider weiss Heck

Wer wie ich Sportwagen mag und dabei am liebsten die offenen hat, der kennt den 8C Spider sowieso schon. Alle anderen sollten mal genau hinsehen: DAS nennt man gelungenes Design. Geschwungene Formen, keine Ecke die nicht ganz genau passt. Dann auch noch von einem Hersteller der viele Jahre seine sportlichen Wurzeln fast vergessen zu haben schien.

Man denke an die Giulietta Spider aus den 50ern oder die (oder den?) Duetto den jeder aus der Reifeprüfung mit Dustin Hoffman kennen müsste. Wer schwingt sich schon so elegant ins Auto wie Mr. Hoffman? Auch heute noch ist Alfa eher ein Anbieter der Golfklasse. Doch mit dem Alfa 8C Competizione hat man ein Pferd im Stall dessen Datenblatt die Alfa-Manager jederzeit zücken können wenn sie mit Ferrari, Lamborghini und Konsorten am Tisch sitzen und die mal wieder sagen “Ach ihr könnt hier doch eh nicht mitreden”.

Der 8C Spider ist eines der Autos das man in der Garage stehen haben möchte um 30 Jahre später gemeinsam mit dem Sohn das Garagentor zu öffnen, die verstaubte Stoffhaube schwungvoll runterzuziehen und zu sagen “Well, my dear son: THIS ist what a car looked like back when cars were made by emotion.”

Falls ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, genau diese Situation mit eurem Sohn oder eurer Tochter durchleben wollt und auch noch das nötige Kleingeld habt, dann gibt’s eine gute Nachricht. Ich hab bei finestautomotive einen gebrauchten Alfa Romeo 8C Spider gefunden! Wenn ich jetzt gerade 200.000 Euro vor mir liegen hätte…. (Für einen Gebrauchtwagen wohlgemerkt!)

Alfa Romeo 8C Spider weiss Front

Bildquelle: seriouswheels.com

Fotografie: Ferrari 458 Italia

Ferrari 458 Italia 2012 Ferrari-Rot Icedsoul Photography

 

Auf dem Fotografie-Blog “Icedsoul Photography” von Teymur Madjderey gibt es aktuell eine wundervolle Fotoserie mit dem Ferrari 458 Italia zu bestaunen. Dabei zeichnen sich seine Fotografien ganz besonders durch den etwas anderen Blickwinkel auf das Objekt der Begierde aus. Was ich damit meine? Nunja, ihr werdet dort nicht die typischen Zeitschriften-Fotos finden oder sterile “Produktabbildungen”. Er bringt zwei Dinge zu sammen:

1. Dass es wirkt als sei es das eigene Privatfahrzeug das da steht (damit nicht der übliche Unerreichbar-Eindruck). Die sonst übliche imaginäre Schaufensterscheibe fehlt hier. Der Einfluß von Wind und Wetter wird spürbar.

2. Dass die Fotos trotzdem absolut hochwertig daherkommen, mit ungewöhnlichen Fotolocations glänzen und eine tolle Farblichkeit haben.

 

Seht sie euch mal auf seinem Blog “Icedsoul Photography” an. Er verspricht auch noch mehr Aufnahmen, also schön am Ball bleiben!

Bildquelle: Icedsoul Photography Copyright: Teymur Madjderey

Mercedes Brand Workshop Tag 2 (1): Design-Zentrum

Teaser Mercedes Concept A

Am zweiten Tag des Workshops ging es direkt in der Früh ins streng gehütete Design Zentrum von Mercedes Benz. Auch hier ist wieder die Architektur – 5 Hallen ähnlich 5 Fingern – hervorstechend. Aber diesmal spielt das eine untergeordnete Rolle.

Zuerst wurde uns in der sogenannten Powerwall in einem Vortrag durch den für Exterieur-Design verantwortlichen Chef, Hans Dieter Futschik, das Design von Mercedes nahegebracht. Die Powerwall dient zur möglichst lebensnahen Präsentation von zukünftigen Modellen als 3D-Modell und auch zur Kommunikation der verschiedenen Designzentren weltweit. In unserem Fall wurden die Folien zur Präsentation eingeblendet anhand derer man ein wenig das Design und die Designgrundlagen von Mercedes nachverfolgen konnte. So wurde uns gesagt, dass bei den neuen Modellen (anhand des SLS AMG) sich eine Linie findet, die über den vorderen Radkasten ansteigt und dahinter, vorbei an der Fahrertür, wieder nach unten absinkt. Bei den Modellen die vor der aktuellen Designlinie auf den Markt kamen war es die eher aggressive über den Radkasten und immer weiter ansteigende Linie (Wildkatze auf dem Sprung würden die Leute von Jaguar wohl dazu sagen). Vermutlich wäre früher als ich nach Fahrzeugdesign studieren wollte diese Begegnung das größte für mich gewesen. Jetzt war es einfach nur interessant zuzuhören. Aber viel neues – vorausgesetzt man kennt sich mit dem Design von Mercedes aus – gab es hier nicht zu hören.

Hans Dieter Futschik, Head auf Mercedes Design - Exterieur

Martin Bremer, Design Trim&Colour

Danach wurden wir in die Abteilung Trim&Colour geführt. Hier wird ausgewählt welche Stoffe, Hölzer und Farben in den zukünftigen Mercedes Verwendung finden. Dabei gab es schon deutlich mehr interessantes herauszuhören. Mit seiner für Designer typischen freundlich extrovertierten Art zeigte uns Martin Bremer alles woran aktuell geforscht wird. Dazu gehören neue Stoffe wie Seide, Kashmir oder Leinen, die Dank der inzwischen weiten Verbreitung von Leder-Exterieur wieder an Exklusivität gewinnen könnten. Was hier an Materialmix zu sehen war kann einen echt für neue Stoffe begeistern.

Wenn es um Holz für Zierleisten geht wurden uns zwei ganz neue Holzarten gezeigt. Einmal gepresste Sojabohnen (wenn ich das denn richtig verstanden habe) die eine richtig ungewöhnliche, sehr edle Struktur ergeben und als “Tropenholz” Banane. Bananenbäume wachsen sehr schnell wodurch – so Herr Bremer – ein großer negativer Effekt auf die Umwelt vermieden werden kann. Schön anzusehen ist es allemal. Daneben ist ein wichtiges Thema die Oberflächentextur von Holz. Dadurch wird die Maserung fühlbar und das Holz gewinnt an Authentizität. Bei alledem darf sich das Holz mit den Jahren natürlich nicht verfärben. Denn tauscht man nur eine Zierleiste an der Fahrertür muss gewährleistet werden, dass immernoch alle Leisten im Auto zusammenpassen.

Weitere interessante Fakten nur kurz angerissen:

- Es wird nur Baumwolle bei allen Stoffsitzen verwendet – synthetische Fasern gibt es nicht
- Es werden neue Nähmaschinen entwickelt um neue Muster bei Nähten zu ermöglichen
- Es wird an neuen Lederperforationen gearbeitet (Sitzklimatisierung und ähnliches machen dies nötig) die ein einfacheres Nähen des Leders ermöglichen ohne dass die Nadel der Perforation folgt
- Für Elektroautos der Zukunft denkt man laut über Wechselbezüge für Sitze nach. Im Winter dick, im Sommer dünn. So soll der hohe Batterieverbrauch durch die Heizung verringert werden

Direkt danach ging es in die – ich nenne sie mal so – “Präsentationshalle”, in der ein paar Konzepte ausgestellt waren. Die meisten waren ziemlich angetan vom Unimog-Konzept in Giftgrün. Ich jedoch will weder ein Foto davon zeigen, noch darauf eingehen. Viel interessanter waren Der Mercedes F800 Style und das Konzept A. (In der Halle standen auch noch ein SLS AMG und ein SLS AMG Convertible, ein Smart Konzept und …)

Mercedes Benz Concept A Aussenspiegel

Das Concept A von Mercedes (auch auf dem ersten Foto des Beitrages zu sehen) sieht super aus. Genau mein Geschmack. Allerdings sind es wie bei Studien so oft die kleinen produktionsfernen Details, die es so toll machen. Da wären die wunderschönen Aussenspiegel die fein und filigran sind und ohne die das Konzept sehr viel an Style verliert (einfach mal mit dem Daumen abdecken beim Foto am Anfang). Für die Serie sind sie zu filigran: Das Spiegelglas muss allein schon aus rechtlichen Gründen größer sein.

Dann noch der “Badmatten”-Effekt am Kühlergrill und am angedeuteten Diffusor am Heck. Schwarze Stäbe mit Chromspitzen. Wer kann sowas putzen und wie wird der Motor gekühlt? Noch eines ist mir beim Konzept A aufgefallen. Und noch bevor ich es aussprechen konnte kam mir Don Dahlmann zuvor: Das Heck ähnelt ziemlich dem VW Scirocco, aus bestimmten Perspektiven! Im Innenraum gibt es eine durchgehende Mittelkonsole, damit also zwei getrennte Einzelsitze für den Fond. Die nächste A-Klasse soll so oder so ähnlich aussehen, jedenfalls die Sandwichbauweise verlieren. Dafür gibts ja noch die B-Klasse! ;) Es gefällt mir wo sich Mercedes hinentwickelt.

Mercedes F800 Style

Dass der F800 Style der Öffentlichkeit vorgestellt wurde ist ja schon was her… Trotzdem finde ich auch den immernoch richtig schön. Einfach das Foto oben mal genauer betrachten. Es sieht einfach wie eine 1:1 Umsetzung einer ersten Skizze eines Designers aus, oder? Die Felgen sehen schlimm aus und stehen viel zu weit hervor, naja, aber sonst!

Mercedes Benz Designskizzen

Nach dem Designcenter ging es nach Malmsheim auf die Teststrecke – das lest ihr im nächsten Beitrag.

Die Fotos stammen alle leider nicht von mir. Fotografieren war natürlich strengstens untersagt.

Bildquelle: Mercedes Benz