Kleine äußerst subjektive Analyse der Golfklasse

Ford Focus RS500

Letztens habe ich mich mit einem Freund darüber unterhalten welchen Gebrauchtwagen er sich zulegen soll. Anders als bei uns kommt bei ihm kein Mustang und auch sowieso kein Cabrio in Frage. :) Es geht ihm eher um die klassischen Dinge beim Autokauf. Die da wären: Solide Technik, Gut Platz im Innenraum, stadttaugliche Dimensionen, günstig im Unterhalt und in der Anschaffung (soll heissen gutes Preis-/Leistungsverhältnis) und unanfällig für Defekte. Wer denkt da ausser mir noch an die Golfklasse?
Der Golf ist auch ein wirklich tolles Auto, rein technisch. Aber es gibt in der Klasse ja noch ein paar Konkurrenten. Ich bin kein sonderlich großer Fan vom Golf, nichtmal vom GTI. Mir gefallen in dieser Klasse eher diese hier – bzw ich würde diese empfehlen: Audi A3, BMW 1er, Mercedes A Klasse, Volvo C30, Honda Civic und Ford Focus.
Die A-Klasse ist inzwischen ganz gut, die erste Generation war ja noch unter aller Sau (nicht nur dass der Benz umgefallen ist, die Materialien im Inneren waren auch nicht die Besten. Außerdem war mir die A-Klasse nie sympathisch weil sie ja eigentlich für einen Elektroantrieb ausgelegt wurde. Daher die Sandwichbauweise und die hohe Silhouette). Meine Schwester hat aber die aktuelle und ist ziemlich zufrieden. Ich bin sie paarmal gefahren und muss sagen was haptik und Fahrwerk angeht geht das Auto voll in Ordnung. Inzwischen ist sie auch hübscherrr… Wenn man der neuesten Studie für die A-Klasse trauen darf kommt da aber deutlich besseres auf uns zu!

Der Volvo sieht schön aus, hat eine schöne schwebende Mittelkonsole im besten Bang&Olufsen-Design, nur dass die Heckleuchten einen traurigen Mund formen finde ich etwas komisch ;) Ich bin den Volvo leider nie gefahren und kann nicht einschätzen wie das Fahrwerk oder das Fahrgefühl ist. Je nach Farbkombination macht der C30 aber was her.

Der Audi A3 scheint seeehr beliebt zu sein, besonders ab dem Singleframe Grill. Entsprechend bleiben die Preise hoch. Ganz hübscher Innenraum, besonders wenn man auf viele Extras nicht verzichtet, schöne Heckansicht – aber die Verwandtschaft zum Golf lässt sich irgendwie nicht leugnen.

Der 1er BMW könnte gebraucht deutlich günstiger werden – gerade wurde das neue Modell vorgestellt. Dass es in Vergleichstests immer hiess der 1er habe den kleinsten Kofferraum scheint Konsequenzen gehabt zu haben. Scheinbar interessiert es in dieser Klasse niemanden dass der 1er aufgrund seines Heckantriebs die grösste Fahrfreude bietet. Kofferraumvolumen sticht Fahrfreude im Quartett: der neue 1er hat Frontantrieb. Ausser dem Mini damit der erste aus dem BMW Konzern. Macht den Gebrauchten interessanter als den neuen. Eine ähnliche Entwicklung wie früher mit dem Blechfaltdach: Früher hieß es von BMW immer man würde stets das Stoffverdeck vorziehen, es sei auch haltbar und sehr viel leichter als Blech. Beim Großvolumenmodell 3er BMW hat man es sich dann nicht mehr leisten können beim Stoffdach zu bleiben. “Kundenwunsch”.

Der Ford Focus wurde damals beim ersten Modell noch vom TÜV als zuverlässigstes Auto ausgezeichnet. Erinnere ich mich da richtig? Auch wenn die Nachfolgermodelle nicht mehr recht an die Eigenständigkeit des damaligen New Edge Designs rankamen (so hiess es doch?) ist das Auto qualitativ immernoch ziemlich gut. Besonders in der leistungsstärksten Variante RS sieht der Focus richtig schön aus. Da vom RS nur 11000 Exemplare gebaut wurden kann ich mir durchaus Vorstellen dass das Auto ähnlich Kult wird wie ein Lancia Delta Integrale. Eine hohen Preis muss man für den RS sowieso bezahlen. Für meinen Freund ist die Basisversion wichtiger.

Was meint ihr? Welches Fahrzeug in der Golfklasse würdet ihr vorziehen oder gar kaufen? Habt ihr eines der Fahrzeuge und möchtet einen kleinen Einblick geben? Was ist mit Alfa Romeo Giulietta und anderen Fahrzeugen?

Es wird Zeit für einen großangelegten Golfklassen-Test aus Motorhead-Sicht :)

Panasonic Lumix LX3 – I fell in love

Panasonic Lumix LX3

Es war schon seit geraumer Zeit angesetzt: Aufrüsten meiner Fototechnik. Bisher hatte ich ja eine Fujifilm s6500fd, die ich übrigens jetzt in der Bucht anbiete (ich sag nur: Topzustand!) :)

Die Fujifilm ist eine Bridgekamera. Also ähnlich einer DSLR aber nicht ganz so weil das Objektiv fest ist und der Bildsensor auch kleiner ist als bei einer DSLR. Trotzdem war ich mit der Kamera mehr als zufrieden und alle Fotos hier in meiner Galerie habe ich mit der s6500 gemacht.

Ich wollte nun aber nicht zu einer DSLR aufrüsten. Zu selten gehe ich noch auf Fototour und in den Situationen in denen ich denke: “Hey, ich sollte hiervon ein Foto machen”, ist die Kamera nicht dabei weil sie viel zu groß ist um sie überall hin mitzunehmen. Sonst haben noch folgende Aspekte eine Rolle gespielt:

1. Ich brauche keinen Superzoom. Ganz im Gegenteil: Bei den meisten Aufnahmen die ich so mache ärgere ich mich dass ich kein 24mm bis 35mm Kleinbildäquivalent habe!

2. Ich will unbedingt einen größeren CCD-Sensor. Denn mehr Sensorfläche bedeutet mehr Bildqualität

3. und wichtigstes Argument: Ich hasse Blitzaufnahmen und will alles am liebsten ohne fotografieren. Das bedeutet ich benötige ein Lichtstarkes Objektiv und alleine das ist bei einer DSLR schon kaum bezahlbar. Was mit einem lichtstarken Objektiv möglich ist zeigt auf beeindruckende Weise auch immer wieder mal b0b in seinem Sneakerblog (Fotos vom Pink-Konzert in Köln in der Lanxess-Arena). Ich sag nur hammer, hammer, hammer… *lechtz*

4. Die Kamera kann ruhig klein sein, damit ich sie immer in meiner Messengerbag dabei haben kann!

Nach ausgiebiger Recherche hab ich mich dann für die Panasonic Lumix DMC-LX3 entschieden. Überhäuft mit Lorbeeren und positiven Testberichten scheint die wirklich was zu können! Aber auch die Zahlen der Kamera sagen genug aus:

- 1/1,63 Zoll CCD-Sensor (bei dpreview.com gibts interessante Lektüre zur Sensorgröße)

- Leica DC Vario-Summicron Objektiv 2,0-2,8

- 24mm Superweitwinkel mit 2,5x optischem Zoom

- Man. Programme, man. Fokus und man. Belichtung

- OIS: Optischer Bildstabilisator

- HD Videoaufnahme 1280x720p; 24 B/s

- 10,1 Megapixel

- Blitzschuh für externen Blitz oder optischen Sucher

Zusammengefasst: Dieses tolle Weitwinkel Leica-Obektiv :D

Am Wochenende hab ich natürlich direkt mal bei schlechten Lichtverhältnissen  ein wenig ausprobiert und war auf Anhieb schwer begeistert. Selbst bei längeren Belichtungszeiten als 1/15 schafft man dank Bildstabilisierung ordentliche Freihandfotos. Natürlich nicht unverwackelt aber trotzdem brauchbarer als Bilder mit einem hohen Rauschen wegen ISO. Außerdem ist man bei Lichtverhältnissen bei denen ich normal gewohnt bin das Stativ rauszuholen noch locker bei 1/60 Belichtungszeit.

LX3 im Wohnzimmer

Um diese Aufnahme mit der alten Kamera hinzukriegen wäre ich schon fast auf ein Stativ angewiesen. Wohlgemerkt: Es war nicht sonderlich hell draußen! (Merkt man auch an den fehlenden Spiegelungen an der Scheibe des Plasmas – Normal hätte man um die Uhrzeit wegen Gegenlicht kaum was erkannt).

Aber nochmal zurück zum ISO-Wert. Ist man bei Blende und Belichtungszeit am Limit muss man halt den ISO-Wert erhöhen. Die Panasonic bietet die Werte Auto / 80 / 100 / 200 / 400 / 800 / 1600 / 3200 und einen Hochempfindlichkeitsmodus (Auto 1600-6400). Zusätzlich hat sie in allen manuellen Modi einen Auto-ISO Modus. Das Tolle: Dieser lässt sich noch oben hin beschränken. Also hab ich mal ausgetestet bei welchen ISO-Werten das Bildrauschen zu hoch wird:

Hier Panasonix LX3 mit 1/320 f2.8 ISO800

Panasonix LX3 1/320 f2.8 ISO800

Hier Panasonix LX3 1/100 f4.0 ISO400

Panasonix LX3 1/100 f4.0 ISO400

Panasonic LX3 1/30 f3.2 ISO80

Panasonic LX3 1/30 f3.2 ISO80

Als erstes fällt auf dass eigentlich soweit alle ISO-Werte brauchbar sind – vorausgesetzt man verkleinert auf das hier von mir verwendete Format. Sieht man jeweils oben rechts in den Bildbereich erkennt man aber das ansteigende Rauschen (von unten nach oben) und dass Konturen etwas undeutlicher werden. Betrachtet man die Bilder bei 100% (leider leider habe ich sie gerade nicht zur Hand) stelle ich für mich persönlich fest, dass bei ISO400 Schluss sein sollte – besonders wenn Menschen das Motiv sind. Lieber etwas Unschärfe als körnige Gesichter! Plant man aber nicht die Bilder irgendwann im Großformat auszudrucken sondern für… sagen wir mal den Blog zu verkleinern, ist ISO800 auch noch völlig ok. Darüber wird es dann schon ziemlich kritisch. Ist aber wegen dem Lichtstarken Objektiv auch gar nicht nötig!

Achja: Ich finde auch die leichte Retroanmutung der Kamera klasse. Sie erinnert mich da sehr an die alte Minolta von meinem Dad auf die er so stolz war. Keine Ahnung welches Modell das war aber sie hatte eine Klappe vor dem Objektiv die sich nach unten geöffnet hat. Das Objektiv hatte einen Durchmesser wie ein Daumen und man konnte an winzigen Stellringen alles manuell festlegen.

Der Blitzschuh der LX3 hält auch einige Möglichkeiten für meine Zukunft bereit. Neben einem guten Blitz auch beispielsweise einen optischen Sucher der als Zubehör angeboten wird.

Spätestens wenn ich die nächste Galerie online stelle – und das wird nach meinem Besuch am 18./19. Juli in Stuttgart bei Mercedes der Fall sein – könnt ihr dann ordentliche Fotos begutachten.

…oder wird es doch ein Ford Mustang Cabrio?

Ford Mustang Cabrio

Allerdings auf keinen Fall ein hässliches wie hier auf dem Bild zu sehen. Leider war das der einzige einigermaßen akzeptable der beim US-Car-Händler in Rösrath zu finden war. Da wir uns mal reinsetzen wollten und sehen wollten wie das Verdeck so funktioniert war es egal dass 1. die Farbe schrecklich ist, 2. die Verdeckfarbe schrecklich ist, 3. dieser Mustang die Basisausstattung hat und 4. die Felgen schrecklich sind.

Auf das Thema kamen wir eher nebenher. Vor ein paar Tagen hatte ich Melegim schonmal vorgeschlagen ob nicht auch ein Mustang zur Diskussion stehen könnte. Ich aber selbst unsicher bin aufgrund des schlechten Innenraums – Stichwort Verarbeitung -, eventuell schwammiger Lenkung und schlechten Bremsen, zu wenig Airbags usw. Auf der Guthabenseite steht trotz allem einfach eine tolle Optik, gute Leistungswerte und eine fünf-Sterne-Bewertung im NCAP durch die US-Behörde NHTSA – die höchste Bewertung die je einem Cabrio in einem Crashtest vergeben wurde. Ausserdem ist es ein Großserienmodell mit entsprechend zuverlässiger Technik und guter Ersatzteilsituation.

Zu diesem Zeitpunkt hat Melegim es eher abgelehnt. Als wir vergangenen Freitag jedoch an einem Café saßen und direkt zwei Mustang Cabrios an uns vorbeifuhren hat sich alles geändert. Erstmal haben wir geklärt dass Melegim völlig hin und weg war ohne dass ich noch erwähnt habe dass es eben ein Mustang war von dem ich vor ein paar Tagen gesprochen hatte und dann geklärt dass Melegim dachte ich würde von einem Oldtimer sprechen. Eine Stunde später standen wir beim Händler um uns den Mustang mal genauer anzusehen.

Der US-Car Händler “Willscheidt Automobile”  in Rösrath wirkt erstmal völlig ausgestorben und wie ein Relikt aus alten Zeiten wenn man ankommt. Dann stellt man fest dass sich keine Mitarbeiter finden lassen und letztlich bekommt man zwar die Autos zu sehen aber wird von einem Mitarbeiter beraten der absolut keine Ahnung hat. Ist ja so inzwischen Gang und Gäbe bei Autohäusern, nicht wahr? Jedenfalls gab uns der Herr Informationen wie “der Mustang ist ein erprobtes Großserienfahrzeug das so seit 1994 gebaut wird. Immer wieder gab es natürlich mal Facelifts”. Das stimmt so natürlich nicht. In der heutigen Form wird der Mustang seit 2005 gebaut (2004 vorgestellt), 2010 gab es ein Facelift und 2011 neue Motoren die technisch sehr viel moderner sind.

Trotzdem waren wir dort beim Händler doch recht angetan vom Innenraum (hätte ich so nicht erwartet), auch wenn überall mal komische Stellen sind (Fach in der Mittelarmlehne ist einfach nur… ein Loch in der Plastikverkleidung mit Deckel. Keine tolle Verkleidung oder so). Der Sound hat uns auch gefallen – vom V6 wohlgemerkt! Beim Runtergehen vom Gas spuckt er so schön :) Verbrauchswerte sind auch im Rahmen. Weiter haben wir uns dann überlegt – nach viel Internetrecherche und Lektüre im Forum Dr-Mustang – dass es auf jeden Fall das FL-Modell sein muss, also nach 2010. Der Innenraum ist um Welten besser und auch alles andere wurde deutlich verbessert (bessere Sicherheitsaustattung, überarbeitetes Fahrwerk, bessere Optik). Wenn es um den V6 geht sollte man aber schon direkt zum Baujahr 2011 greifen. Bei dem Bild unten handelt es sich übrigens um den V8.

Mustang 2011 Cabrio

Nunja wir haben ja einige Zeit uns das alles gründlich zu überlegen und den Markt zu beobachten. Da wir aber in einer großen Stadt wohnen und wenn wir mal fahren müssen auch Spaß haben wollen erscheint der Mustang attraktiv. Die erste Probefahrt wird mehr sagen. Besonders was Fahrwerk/Handling angeht und ob Melegim das nötige Sicherheitsgefühl spürt. Sollte man aus Angst vor dem Unbekannten lieber doch bei den üblichen Verdächtigen (deutschen Herstellern) bleiben? Was meint ihr!

Tagesausflug Köln – Xanten Südsee: Baden wie am Meer

Xanten Südsee

Als es vor ein paar Wochen Samstags mal sonnig war haben Melegim und ich uns überlegt wohin wir eine Roadstertour machen könnten. Unsere einzige Vorgabe war dass es eine Strecke maximal 100km sein sollen. Sonst wären wir nach Holland gefahren, in den Nationaal Park de Hoge Veluwe, um dort das Kröller Müller Museum zu besuchen – es besitzt die zweitgrößte Van-Gogh-Sammlung der Welt. Außerdem ist der Park sehenswert. Ich war zwar bisher noch nie dort aber habe mir sagen lassen dass man sich dort wunderbar die Zeit vertreiben kann.

Jedenfalls haben wir uns für Xanten entschieden, allerdings nicht wegen dem Römerdorf (es war viel zu heiss und als wir dort waren haben wir auch gesehen dass die Schlange viel zu lang war), sondern wegen dem idyllischen Südsee leicht nördlich von Xanten. Bei der Hinfahrt geht es nur über Landstraße und bei der Rückfahrt über die Autobahn. Eines kann ich direkt vorwegnehmen: Die Fahrt über die Landstraße lohnt sich nicht. Die Strecke ist stink langweilig und das Stinken lässt sich dabei sogar wörtlich nehmen: Mehrere Chemiefabriken auf der Strecke machen das Offenfahren teilweise unerträglich. Kurz nach Neuss hab ich wohl etwas Gas gegeben um den bestialischen Gestank zu entgehen und bin dafür auch noch geblitzt worden. Auf einer zweispurigen verlassenen Industriestraße mit 50er-Limit. :( Die Hinfahrt hat uns dank Verkehr 3 Stunden gekostet. Über die Autobahn wären es 45 Minuten gewesen.

Nunja: Etwas klüger sind wir in Xanten angekommen und waren sehr positiv überrascht von der Anlage am Südsee. Es kommt richtig Urlaubsstimmung auf! Der Eintritt für das Freizeitzentrum ist mit 5 Euro bezahlbar und für das Geld bekommt man einen wunderschön gepflegten feinen Sandstrand. Parkmöglichkeiten gibt es genug und alle Parkflächen sind kostenlos. Der See ist sehr groß und bietet an verschiedenen Stellen viel Spielraum für alle möglichen Beschäftigungen: Klettern in den Bäumen, Wasserski, Kletterwände auf dem Wasser, Sprungbretter auf dem Wasser, Abgesperrter Kinderbereich, Windsurfen und und. Außerdem gibt es zwei Getränkebuden und ein Restaurant. Das war das einzig ärgerliche: Die Schlange vor dem Restaurant war so lang, dass wir irgendwann frustiert aufgegeben haben. Die Eisdiele hatte nicht geöffnet. Ich vermute es war einfach noch etwas zu früh im Sommer. Die Wassertemperatur war mit 18 Grad in meinen Augen herausfordernd. Der Kälteschock verhindert aber ein zu großes Frieren in der Anfangsphase des Ein-Tages-Badeurlaub.

Das Beste ist und bleibt aber der wunderbare superfeine Sandstrand ganz ohne Dreck oder Verunreinigungen. Der See ist so sauber dass man teilweise durch das Wasser sieht. Wir werden also auf jeden Fall nochmal dort hin. Denn selbst die 100km Anreise lohnen sich wenn man einen ganzen Tag am See einplant.

 

Größere Kartenansicht

Zeit für mehr als einen Zweisitzer… bald. Cabrioratgeber

BMW M6 Cabrio

Melegim und ich haben nur einen Zweisitzer, ja. Und bald – aus offensichtlichen Gründen – ist mindestens ein dritter Sitzplatz nötig. Für den.. “Navigator” glaube ich. Ist doch so: Neben Pilot und Copilot, die beide vorne aus dem Flugzeug raussehen, gibt es noch eine wichtige dritte Person, die meist nur irgendwelche Instrumente beobachtet und dahintersitzt. Es ist zwar noch eine Weile hin, aber es lohnt sich immer sich frühzeitig Gedanken zu machen und dann den Gebrauchtwagenmarkt zu beobachten. Da wir beide ganz eigene Anforderungen haben (im Vergleich zur breiten Masse) was ein zweites Auto angeht (richtig: Der Z3 kommt niemals weg!), ist die Wahl nicht leicht zu treffen.

Eines gleich vorweg: Dinge wie Platzangebot, Anzahl Türen, Kofferraumvolumen, Verbrauch, Aussendimensionen und anderes interessieren uns eher sekundär bis GAR NICHT. Es kommt kein Kleinwagen in die Tüte (allein schon wegen Reparaturanfälligkeit), genausowenig irgendein Variant. Dafür muss es gewisse Sicherheitsmerkmale durchaus vorweisen (Airbags auch hinten zum Beispiel). Ausserdem muss es voll autobahntauglich sein, da wir hier in Köln sowieso kein Auto benötigen oder der Z3 genügt, sondern meist damit zwischen den Städten unterwegs sein werden. Der Z3 ist beispielsweise auf der Autobahn ab 150km/h so laut (Rauschen, Motorgeräusch, BOSI-Auspuff) dass man sich weder unterhalten noch Musik hören kann. Ein paar weitere Merkmale haben wir in einem zweiten Schritt festgelegt: Lederausstattung muss sein – Stoff sieht so gut wie immer sehr viel billiger aus und hat meist komische Muster -, Xenon-Scheinwerfer muss sein (ich liebe Xenon!), max. 70.000km darf es gefahren sein und das Baujahr muss mindestens 2004 sein.

Ich kann jedem der einen Gebrauchten kaufen will nur empfehlen: Kauft keinen neuen Kleinwagen sondern greift lieber für dasselbe Geld auf ein etwas älteres Fahrzeug ab der Golfklasse zurück. Kleinwagen sind immer sehr reparaturintensiv und mit entsprechenden Kosten kann man rechnen (gut -  gaaanz neue Kleinwagen sind inzwischen durchaus besser). Jeder der mal einen Ford Fiesta, Opel Corsa, Renault Clio oder Peugeot 206 (nur um Beispiele zu nennen) besaß wird wissen wovon ich rede. Es ist aber auch verständlich: Der Auspuff bei einem möglichst günstigen Kleinwagen kann nicht auf demselben hochwertigeren Material gefertigt werden wie bei einem größeren Fahrzeug das neu das doppelte kostet.

In einem weiteren Schritt waren wir vor zwei Alternativen gestellt: Entweder es muss über einen kürzeren Zeitraum finanziert werden und wir machen dafür Abstriche oder die Finanzierung dauert länger aber dafür müssen wir wirklich etwas finden womit wir beide lange Zeit leben können.

Gebrauchtwagen Erste Gruppe

In die erste Kategorie fielen folgende Fahrzeuge: Mercedes C Coupé (Facelift) – schönster Innenraum von allen Fahrzeugen hier, Alfa Romeo Brera, BMW 1er 3- oder 5-Türer (alle oben zu sehen)
Spätestens mit der Entscheidung von Melegim, dass ein Auto mit dem wir viele Jahre glücklich werden unbedingt ein Cabrio sein muss hat sich einiges geändert. Dabei denke ich nicht anders als sie: Damit wir in ein paar Jahren mit dem Auto plus Navigator auf dem Rücksitz Reisen nach Italien, Frankreich, Spanien machen können und diese dank der Nähe zur Umgebung, die ein Cabrio suggeriert bzw. sogar ermöglicht, auch wirklich Spass machen (die Fahrt ist das Ziel!), muss das Auto einfach rundum offen sein. Mit einem BMW E39 520i kann man eine solche Reise einfach nicht machen: Man er”fährt” zu wenig von dem drumherum, ist zwar relaxt, aber nach der Rückkehr fragt man sich ob man überhaupt unterwegs war. Ein Cabrio ist einfach unvergleichlich.

Da das ganz oben im Artikel abgebildete BMW 6er Cabrio leider leicht außerhalb unseres Rahmen ist, entstand eine zweite Fahrzeugflotte: BMW E46 3er (Facelift) Cabrio, Audi A4 B7 Cabrio, MINI Cooper Cabrio, BMW 1er Cabrio, Audi A3 Cabrio
Die letzten beiden fielen auch recht schnell aus der Suchliste. Es sind die jeweils kleinsten Modelle, die zwar etwas neuere Baujahre wären aber in der Preiskategorie die uns vorschwebt eigentlich immer absolute Basisaustattung hätten. Dafür lohnt es sich nicht, wenn man für dasselbe Geld ein wenige Jahre älteres Mittelklassefahrzeug mit gleicher Laufleistung erhalten kann. Der MINI ist zwar wunderbar stylish und zeitlos (man kann damit auch vor einem teuren Hotel vorfahren), aber hier ist das Argument des unglaublich wenigen Platzes auf den Rücksitzen dann doch (im Vergleich zu 3er und A4) zu beachten.

Etwas anderes als die übriggebliebenen deutschen Marken kommt schon allein wegen des Innenraumes nicht in Frage. Renault oder Peugeot, Ford oder Opel sind wegen der Gestaltung und Anmutung des Innenraums und Cockpits einfach nicht unser Ding. Damit stand fest welche Suchfilter anzulegen sind. Über die nächsten Monate werden wir jetzt beobachten welche Angebote es gibt. Bei Cabrios ist der “Sommereffekt” gar nicht so unbedeutend: Kurz vor den heissen Tagen werden sie teurer weil jeder Lust auf ein Cabrio bekommt und Cabriobesitzer eher zu “diesen einen Sommer nehmen wir noch mit” tendieren. Gegen Winter dann will keiner mehr ein Cabrio kaufen (steht ja dann evtl. monatelang in der Garage) und die, die mit ihrem Cabrio den Sommer noch gefahren sind, wollen es wegen Nebenkosten loswerden. Meist also die perfekte Zeit zum Zugreifen.

Übrigens: Es spricht nichts dagegen ein Cabrio als Ganzjahresfahrzeug zu verwenden! Natürlich ist die Verwendung eines entsprechenden Hardtops anzuraten aber auch mit einem Stoffverdeck kommt man gut durch den Winter. Man sollte eine Garage haben, damit das Verdeck nicht immer nass wird und dann gefriert oder – falls keine Garage vorhanden ist – eine Plane drüberspannen. Die meisten Cabriofahrer dürften jedoch sowieso eine Garage oder einen Tiefgaragenstellplatz besitzen. Pflegt man das Verdeck immer gut und geht sorgfältig damit um, übersteht es auch den schlimmsten Winter.

Wenn es nun um die übriggebliebenen zwei Fahrzeuge geht, so ist eines noch wichtig: Sie müssen edel aussehen und müssen “das besondere Etwas haben”. Genau wie unser Z3 – das behaupte ich jetzt einfach mal. Es gibt so viele Z3 die schrecklich aussehen (geschätzte 70%) weil irgendwas immer nicht passt (Felgen, Orangene Blinker, Vor-Facelift, komische Chrom-Nieren und Lustauslässe an der Motorhaube etc.). Doch Unserer sticht auf dem Parkplatz heraus und wir werden oft darauf angesprochen – wenn nicht sogar mit Kaufangeboten. Gerade beim 3er kann es schnell passieren dass er in der Masse der 3er untergeht.

Daher auch ein paar weitere Wünsche.

3er BMW: Alles was M ist, ist gut. :) Mindestens M-Sportlenkrad und kurzer Schaltknauf. Aussenfarbe schwarz. Chromline. Felgen wie unten auf dem Bild. Innenraum hell (beige/creme), am besten inklusive Fussraum bis zu den Interieurleisten am Cockpit (also oben schwarz, unten beige), weisse Blinker, sollte ein 320i oder 325i sein

Perfektes BMW 3er E39 Cabrio

Audi A4: Alles was S-Line ist, ist gut. :) Mindestens Sportlenkrad 3-Speichen, Sportsitze, sollte ein A4 2.0 sein

Warum die Liste beim A4 so kurz ist? Scheinbar gibt es den A4 fast nur mit schwarzem Leder. Jedenfalls ist die Auswahl nicht ansatzweise so groß wie beim 3er. Ausserdem fällt auf: Es gibt sehr viel mehr Automatikgetriebe als manuelle! Also auch ganz anders als bei BMW.

Perfektes Audi A4 Cabrio B7

Die Entscheidung für eines der Fahrzeuge fällt schwer. Der A4 ist mit seiner verchromten A-Säule und dem Singleframe-Grill ein echter Blickfang. Das Heck sieht wunderschön clean aus und hat bei jeder Motorisierung zwei Endrohre, eines links und eines rechts. Das Design gefällt uns beiden eine Ecke besser als beim BMW. Jedoch hat der A4 in der Preisklasse immer nur Frontantrieb und die Motoren sind alle Vierzylinder. Was Fahrdynamik angeht bin ich skeptisch. Der Innenraum ist auch der schönere, besonders wenn das Navi mit großem Display verbaut ist. Das 3-Speichen-Lenkrad ist das beste auf der ganzen weiten Welt wie ich schon beim Fahrbericht zum Q5 geschrieben habe. Der BMW hätte einen 6-Zylinder, die besseren Fahrleistungen, sieht auch gerade von vorne schön aus. Es gibt sehr viel mehr Auswahl an Farbkombinationen unter den Gebrauchten. Da die Audis was die Auswahl bei vielen angeht eher bescheiden sind, habe ich im Netz noch nach guten Felgen gesucht und bin bei Hofele mit den “Spyder”-Felgen fündig geworden. Der Preis ist mit ca. 250€ pro Felge sogar erschwinglich.

Hofele Felgen Audi A4 Spyder