Idee für Fahranfänger: Ford MyKey

Ford MyKey

Bei meinen vielen Recherchen zum Mustang bin ich über ein Funktion von Ford gestoßen, die bei vielen Fordmodellen in den USA angeboten wird: MyKey. Dabei handelt es sich eigentlich nur um zwei unterschiedliche Schlüssel die man beim Kauf für das Fahrzeug bekommt. Die Besonderheit ist dass die Schlüssel im Fahrzeug unterschiedlich programmiert werden können. Der Sinn dahinter ist tatsächlich einerseits dass man den einen Schlüssel für die Kinder – also die Fahranfänger – verwenden kann, andererseits aber auch für Situationen wie man sie in den USA öfter vorfindet: Ein Parkservice bei Hotels und ähnlichem.

Folgende Funktionen lassen sich über MyKey bestimmen:

- Immer wiederkehrender akustischer Hinweis zum Anschnallen, der sich nicht deaktivieren lässt

- Frühere Reserve-Warnung: Statt bei 50 Meilen Reststrecke bei 75 Meilen

- Funktionen für Einparkhilfe (PDC) und Toter-Winkel-Anzeige lassen sich nicht deaktivieren

- Höchsgeschwindigkeit von 80 mph

- Traktionskontrolle lässt sich nicht deaktivieren

- HiFi-Lautstärke ist auf ein Maximum von 44% des normalen Maximums beschränkt

- Akustischer Geschwindigkeitshinweis bei 45, 55 oder 65 mph lässt sich aktivieren

Alle diese Dinge lassen mich, zusammen mit dem immer weiter heruntergesetzten Fahranfängeralter, ernsthaft darüber nachdenken, ob man ein solches System nicht bei allen Fahrzeugen zum Standard machen sollte. Bei Motorrädern ist man die ersten Jahre nach dem Führerscheinerwerb auch auf eine bestimmte Leistung bechränkt, warum nicht beim Auto? Das Argument ist ja immer, dass die Eltern nunmal meist schon ein Auto haben und nicht aufgrund der Beschränkung für die Kinder ein zweites Auto kaufen können.

Aber mit einer elektronischen Beschränkung wie sie Ford mit MyKey anbietet könnte man verhindern, dass ein 18-Jähriger sich überschätzt und mit 230km/h über die Autobahn rast, ohne wissen zu können ob und wie er selbst in einer Notsituation reagieren würde. Mit dem Schlüssel könnte man eine Höchstgeschwindigkeit von 130km/h – Autobahnrichtgeschwindigkeit – definieren.

Die Reifen werden es einem auch danken, denn nichts ist schöner als ein Kavalierstart – und der wird durch die immer aktivierte Traktionskontrolle leider leider verhindert. :)

 

Bildquellen: Thetorquereport / ukipsmt

Doku über die Herstellung eines Bentley Mulsanne

Bentley Mulsanne

Vergangenes Wochenende wurde bei Abenteuer Auto ein interessanter Bericht über die Herstellung des Bentley Mulsanne gezeigt. Man erhält einen kleinen Einblick in die Manufaktur und kann ganz gut erahnen wieviel Mühe und Liebe zum Detail in diesem Auto steckt – auch wenn es nicht jedem gefallen muss.

Dank Internet ist man auch nicht abhängig von Sendezeiten, Werbung und muss nichtmal die ganze Sendung sehen:

Abenteuer Auto: Bentley Mulsanne

Sollte das Video doch ganz von Anfang starten einfach auf der Zeitleiste bis zum ersten weissen Strich springen.

Bilquelle: Open Walls

Das H7-Leiden oder: Ich bin es leid!

BMW Z3 Osram H7

Warum nur warum….. versagen die süßen kleinen teuren H7-Lämpchen so oft? In einem Jahr musste ich jetzt insgesamt 5 Birnen tauschen. So kann es einfach nicht weitergehen! Auch wenn ein Preisvergleich zeigt dass Osram, Philips etc. im Internet knapp 40% billiger sind als beim Baumarkt um die Ecke und es somit nur 30€ für zwei Stück sind… Das große Problem ist nicht der Preis, sondern die Einbausituation im Z3. Auf der rechten Seite (siehe Bild) ist es recht schnell getan – hier muss nur der Wischerwasser-Tank ausgebaut werden um mit der Hand die Fassung herausdrehen zu können. Auf der linken Seite bietet sich hingegen ein ganz anderes Bild. Dank mehrerer Stahlstreben und diversen Bauelementen die den Weg (wohl) versperren mussten, kommt man hier sowieso nur mit dünnen Armen ran. Aber selbst dann sind die Arme danach blau und wund. Man muss mit beiden Händen diesseits und jenseits der größten Stahlstrebe in die Tiefen fassen, hat dann natürlich keinen Blick mehr auf die Baustelle und muss anschließend die Fassung um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn drehen. Da diese mit Plastikfedern am Fleck gehalten wird ist dafür ein Kraftaufwand nötig. Hat man sie herausgezogen kann man sich schonmal freuen. Spätestens beim Einbau vergeht die Freude aber endgültig: Die Fassung hat drei Noppen die zeitgleich an exakt der richtigen Stelle anliegen müssen. Dann muss die Fassung gegen den Scheinwerfer gepresst werden damit die Plastikfedern herniedergedrückt werden. Danach muss die Fassung ohne zu verkanten und mit gleichbleibenden Druck wieder um 90 Grad in die Ausgangsposition gedreht werden. Das ganze dauert mindestens 10 Minuten und die Arme sind danach – wie schon erwähnt – wund.

Ich habe in Foren gelesen dass aufgrund der Bauweise des Scheinwerfers des Z3 (klein, enger Raum) Hitzestau die Glühbirnen zerstören kann. Da ich nicht widerstehen kann H7-Birnen mit 50% und mehr Lichtausbeute und anderen Gimmicks einzusetzen führe ich den häufigen Defekt einfach mal darauf zurück (die leistungsstärkeren Birnen werden ja sicherlich auch heisser). Wären wir in den USA könnte man bestimmt ein Verfahren gegen die Hersteller anzetteln weil auf der Verpackung ja nicht steht: “Warnung! Achten Sie auf einen ausreichend dimensionierten Scheinwerfer.” Aber zum Glück sind wir ja nicht in den USA :)

Diesmal probiere ich die H7 “Night Braker Plus” von Osram aus (bei Amazon für 20€), von Philips und Bosch habe ich so ziemlich jedes Modell bis auf die absoluten Standardbirnen durch.

Ist das die Zukunft des Benzinmotors? – Wave Disk Engine

Es hört sich schon vielversprechend an. Das was oben auf dem Foto zu erkennen ist, ist das Herzstück des Motors. In der Mitte befindet sich der Benzingemisch-Einlass, dieses Gemisch wird über die wellenförmigen Kanäle geleitet, hierbei komprimiert und es wird bei der Explosion eine Schockwelle erzeugt. Die heisse Abgasluft strömt dann außen heraus Richtung Auspuff. Das ist die Kurzfassung dessen was hier passiert. Laut Norbert Müller, Entwickler des Prototyps an der Michigan State, ließe sich durch Einsatz eines solchen Motors 20% Gewicht einsparen. Außerdem ist die Energieeffizienz dieses Motors sehr viel höher im Vergleich zum konventionellen Ottomotor. Der Carbondioxidausstoß ist ebenfalls um bis zu 95% geringer.

Das Ganze erklärt sich einfach dadurch, dass sehr viel weniger bewegliche Konponenten (Zylinder, Pleuel, Nockenwelle und und) im Einsatz sind bei denen durch Reibungsverluste und bewegliche Massen viel Leistung verloren geht. Einen ähnlichen Ansatz verfolgte ja auch der Wankelmotor.

Das hört sich alles sehr gut an. Der Motor selbst ist sehr kompakt und würde sich deswegen gerade im Zusammenspiel mit Elektromotoren perfekt einsetzen lassen. Hier nochmal eine schematische Darstellung:

Bildquellen: newscientist.com und Michigan State University

Es musste ja kommen: Apps im Auto, Toyota Entune

Toyota Entune

Was soll man davon halten? Ich sag es euch: Überflüssig! Da zeigt doch Toyota tatsächlich ein neues In-Car Entertainment-System welches Apps zum runterladen und installieren enthält! Dass es aber auch wirklich ALLE Apple nachmachen müssen? Also ob es nicht reicht dass soviele Fahrer während der Fahrt telefonieren oder simsen. Bald wird man alle paar Tage nachsehen welche neuen Apps es gibt. Mit On-Screen Tastatur kann man beispielsweise bei Bing nach Informationen suchen oder bei Pandora Internetradio hören. Sicherlich wird es auch sinnvolle Apps geben aber spätestens wenn Angrybirds auf dem Display in einem Toyota Prius läuft traue ich mich nicht mehr auf die Straße. Braucht man sowas? Was sagt ihr?

Bildquelle: gizmodo.com