Autofinanzierung ist doch sooo günstig! Klar.

Autofinanzierung und Kredit

Da meint man dass inzwischen jeder weiß was eine Fahrzeugfinanzierung eigentlich genau bedeutet. Doch sofort stellt man (Und man bin hier in diesem Fall ich) fest dass es immernoch viele Menschen gibt die gar nicht genau verstehen wie es funktioniert. Darum möchte ich an dieser Stelle die Möglichkeit nutzen um ein für alle mal die deutsche Bevölkerung über Finanzierungsmöglichkeiten für ein Auto aufzuklären. Und das mit so einfachen Worten wie es mir möglich ist (Wer hier an Löwenzahn denkt, denkt mit).

Zunächst eine Unterscheidung in drei Kategorien:

1. Ziel-Finanzierung

2. Basis-Finanzierung

3. Finanzierung über die eigene Bank

4. Leasing

Als erstes stellt ihr fest: Wie? Ich dachte es sind drei Fälle? Aber da stehen vier!

Richtig. Das Vierte (Leasing) habe ich hier nur nochmal aufgenommen weil ich auch diese Möglichkeit erwähnt haben möchte. Beim Leasing zahlt man eine monatliche Rate und gibt meistens das Fahrzeug am Ende zurück ODER tauscht es gegen ein neueres Modell aus. Hat man genug Geld kann dies durchaus attraktiv sein um immer das aktuellste Modell eines Herstellers zu fahren. Kostet natürlich auch ordentlich. Und vorsicht: Schäden am Fahrzeug und ähnliches werden am Ende der Laufzeit riguros vom Restwert abgezogen. Einfach ausgedrückt ist es eigentlich nichts anderes als ein Dauer-Mietwagen. Daher auch für viele Unternehmens-Fahrzeugflotten attraktiv. Denn auch um Inspektionen etc. kümmert sich der Hersteller.

Die dritte Möglichkeit (Finanzierung über die eigene Bank) definiere ich mal so: Man geht zu seiner Bank und sagt: Hey, ich will Geld für ein Auto. Damit ich die monatliche Belastung vertragen kann möchte ich über 5 Jahre finanzieren. Da ich im Moment Geld habe leiste ich eine Anzahlung in Höhe von X ODER da ich gar kein Geld habe möchte ich ohne Anzahlung finanzieren. Das wird dann von der Bank geprüft und der Kredit gewährt. Ist die übersichtlichste Möglichkeit und führt dazu dass man bei 5 Jahren Finanzierung und einem Autopreis von 15000 Euro ohne Anzahlung monatlich 285,89€ zahlen muss (Stand heute, hier beispielhaft Ing-Diba mit 5,5% Effektivzins p.A.).

Nun zu 2. (Basis-Finanzierung): Hier ist es leicht, denn es ist exakt dasselbe wie bei 3. hehe Tja, doch nicht soviel zu lesen wie ihr dachtet!

Der entscheidende Punkt aber ist 1., die Ziel-Finanzierung:
Warum das der entscheidende Punkt ist? Ganz einfach: Weil hiermit das Geld gemacht wird, die Werbung gemacht wird, es auf allen Seiten der Hersteller als Standard ausgewählt wird und die niedrigen Raten zustande kommen.
In diesem Zusammenhang möchte ich mal einen Auszug aus einem Text posten, den ich vor knapp 5 Jahren geschrieben habe. Wenn euch das nicht interessiert (aber wartet: da erwartet euch Sarkasmus!), dann springt einfach ans Ende der “fliedernen” Linie:

Da wäre das adäquate Fortbewegungsmittel. Adäquat bedeutet hier: Möglichst teuer und mit allen Extras. Mit einem alten Fiat Panda braucht man sich vor der Szenedisco nicht blicken zu lassen. Die Kleidung würde zwar inzwischen stimmen, aber das Auto muss zur Kleidung passen. Zum eigenen Charakter. Oder was man anderen Personen als solchen präsentieren will. Zum Glück hat man nicht, wie es vor 20 Jahren noch der Fall war, die 400 DM in der Tasche, die einem bei jedem Blick in die Brieftasche, bevor man sich etwas gönnt, die Vernunft ins Spiel bringen. Heute braucht man nur eine Plastikkarte. Unabhängig von Herkunft oder Wohlstand kann man mit dieser alles kaufen. Diese Karte sieht immer gleich aus, unabhängig vom Kontostand, und erlaubt sogar Kredit. Kredit heißt ich kaufe jetzt und zahle später. Oder anders ausgedrückt: Ich kaufe jetzt etwas viel zu teures und brauche mir erst nächsten Monat Gedanken darüber zu machen. Die Vernunft rät zwar irgendwo im Kopf, dass man nicht wissen könne, was nächsten Monat sei , aber dieser Rat wird nur als Echo irgendwo in den Tiefen des Verstands wahrgenommen und gerne überhört. Der Weg zum Autohändler wird so viel einfacher. Wo man früher vom Autohändler sofort als potenzieller Mercedeskäufer oder Fiat-aus-vierter-Hand-Käufer erkannt wurde, lässt sich das heute nicht mehr so genau sagen. Der Verkäufer muss eher die Risikobereitschaft des Kunden einschätzen. Oder besser: Er treibt die Risikobereitschaft selbst auf die Spitze. Denn was ist schon ein Auto ohne Klimaanlage? Oder Park Distance Control? Der Wiederverkaufswert sinkt ohne solche Extras natürlich ins Bodenlose. Dass die meisten Personen die Fahrzeuge vor Bezahlung der extrem hohen Ablösesumme zurückgeben müssen und ihr Auto wohl nie selbst verkaufen werden wird hierbei gerne unter den Tisch fallen gelassen. Ein fabrikneuer Wagen, mit dem man vor der Disco bewundernde Blicke auf sich ziehen wird, kostet nur 100€ im Monat. Wer kann sich das denn nicht leisten? Viel besser als ein Gebrauchtwagen, der einem zwar sofort gehört, der aber höchstens auf dem Parkplatz des Nachbarn eine akzeptable Figur abgibt. Über die Ablösesumme von einem Restwert über 15000€ braucht man sich keine Gedanken machen. In zwei Jahren kann man ja durchaus im Lotto gewinnen.

Im Grunde ist hier alles entscheidende erwähnt. Durch eine Anzahlung und eine Schlussrate werden die monatlichen Raten so niedrig gehalten, dass die Finanzierung des Autos wie ein Schnäppchen wirkt. Kleines Beispiel gefällig?

Anzahlung 0,– €, Gesamtbetrag der Finanzierung 8.501,24 €, Laufzeit 49 Monate, Monatsrate 109,– €, Schlussrate 3.269,24 €, Netto-Darlehensbetrag 7.640,– €, effektiver Jahreszins 3,90 %, Sollzinssatz (gebunden) 3,83 %, Bearbeitungsgebühr 0,– €, Kaufpreis bei Finanzierung 7.640,– €

Bei diesem Fahrzeug, es handelt sich um einen Chevrolet Spark, soll man monatlich 109€ zahlen. Das ist nicht sonderlich viel um mobil zu sein. Dazu kommt dass es ohne Anzahlung ist. Man kann also wirklich spontan zum Händler und sich das Auto holen, ohne Geld haben zu müssen.

Die Finanzierung läuft 49 Monate, also knapp 4 Jahre. Der Zinssatz ist auch sehr viel besser als beim Angebot oben (die Summe ist aber auch kleiner). Doch das entscheidende ist folgende Angabe: Schlussrate 3.269,24 €

Das sind vom gesamten Fahrzeugpreis knapp 43%! Man hat also nach den vier Jahren die man das Fahrzeug nutzt gerade mal 58% der Gesamtsumme abbezahlt und muss am Ende der vier Jahre 3.300 Euro zur Verfügung haben. Sonst bekommt man unweigerlich Probleme. Immerhin, Hersteller wie BMW ermöglichen eine Anschlussfinanzierung der Schlussrate. Doch hätte man im Beispiel des Spark bei gleichen Konditionen damit das Auto erst nach ca. 8 Jahren abgezahlt.

Ich hoffe es wird damit einigen Leuten klarer dass man nicht blind auf die reisserischen Angebote der TV-Werbung vertrauen sollte. So oder so muss man das Geld zahlen. Die gesamte Summe. Was Preis/Leistung angeht ist man mit einem Gebrauchten und einer Finanzierung der Gesamtsumme am besten dran. Denn hier weiss man auch wirklich welche Belastung monatlich auf einen zukommt, ohne das böse Erwachen am Ende. Aber das richtet sich natürlich immer nach den persönlichen Umständen. Ich hoffe dass ihr ab sofort auch das Kleingedruckte lest wenn euch ein verlockendes Finanzierungsangebot unterkommt. Und wenn es doch unbedingt ein Neuwagen sein muss und man nur wenig Geld hat: Inzwischen bekommt man für unter 10.000€ einiges an Auto geboten!

Brennende Autos? WTF?!

Brennendes Auto Köln

Köln gehört schon was länger zum Who-Is-Who der deutschen Großstädte. Doch erst jetzt wo auch hier immer wieder mal die Autos brennen, gehören wir wirklich dazu. So kam es dass vor vier Tagen um 3 Uhr morgens direkt gegenüber unserer Wohnung ein BMW lichterloh brannte (der Kölner Stadtanzeiger berichtete, Foto von unserem Balkon aus aufgenommen) und in Folge dessen auch ein Opel abgebrannt ist. Dass der BMW wohl zuvor gestohlen wurde könnte zumindest auf diesen Brand ein anderes Licht werfen. Trotzdem: In den letzten Wochen und Monaten wurden immer wieder Autos im Kölner Stadtgebiet angezündet – ganz zu schweigen vom Rest Deutschlands. Ich habe den Eindruck dass seitdem allgemein bekannt ist wie leicht es ist ein Auto in Brand zu stecken, sich das Ganze zu einem Hobby entwickelt. Wie früher die Mülltonnen. Doch warum zündet man einfach Eigentum fremder Leute an? Die Versicherung zahlen zwar, aber wenn man nicht gerade einen Neuwagen hat bekommt man in den meisten Fällen natürlich zu wenig Geld raus. Was hilft es einem wenn der Wert geschätzt wird und man dann mit dem Geld ein neues Auto kaufen soll?
Man steht also vor einem großen Trümmerhaufen und soll verstehen warum einem das passiert ist (möglicherweise hat man auch viele positive Erinnerungen mit seinem Auto verbunden?). Langeweile von Teenagern? Beschäftigungstherapie für notorisch Flammensüchtige? So langsam bekomme ich den Eindruck dass man eigentlich nur noch auf Tiefgaragen zurückgreifen kann solange man in Großstädten unterwegs ist. Und bin dankbar dass wir unseren TG-Stellplatz haben. Nachts würde ich auch nur im Notfall auf offener Straße parken, egal wo. Lieber etwas mehr Parkgebühr und dafür ein sicherer Stellplatz in einer kameraüberwachten Garage. Denn es ist natürlich nicht nur Brandstiftung: Jeder der ein Cabrio fährt kennt das Problem mit Idioten die ihre Kippen in das Fahrzeug schnipsen (offen parken ist gar nicht gut) oder den Stoff des Verdecks beschädigen. Antennen abbrechen. Unvorsichtig einparken und gerne mal “andocken”. Oder die Tür auf einen Ruck soweit öffnen, dass sie schön gegen das danebenstehende Auto knallt. Dann auch noch aussteigen und dadurch die Federung ausfedern lassen was einen besonders schönen und langen Kratzer gibt. Sollte man das Auto fast immer zuhause stehen lassen?

Daher hier mein Appell an alle: Habt ein wenig mehr Respekt vor dem Besitz anderer Menschen. Wer weiss wie hart sie dafür arbeiten mussten! Wobei ich mir natürlich sicher bin dass meine Leser sowieso mit gutem Beispiel voran gehen :)

 

Fisker Karma Gastauftritt bei “Two and a half men”

Fisker Karma bei Two and A Half Men

Da sehe ich mir gestern des Abends die aktuelle “Two an a half men” Folge “People who love peepholes” aus den Staaten an und stelle verwundert fest: Der fährt ja nen Fisker Karma!

Was erst wie eine dezente und äußerst attraktive Produktplatzierung erscheint zeigt sich kurz darauf als Verkaufsgespräch: Da erzählt Ashton Kutcher alias “Walden Schmidt” etwas von hybrid und so. Was sich Fisker das wohl kosten lassen hat? Er wird sogar nach dem Preis gefragt und sagt ca. 100.000 USD. An sich ein Gespräch wie es gerade Leute wie ich natürlich aus dem Auto kennen, nur mit Marketingeinschlag:

Brother: What kind of car is this???

Ashton: It’s the Electric Fisker. It has state of the art lithium ion technology and a turbocharged range extender.

Brother: How much does a car like this go for?

Ashton: About $100K. It’s an amazing car. I don’t know why you’d drive anything else

Brother: Abject poverty might be one reason.

Danach kommen ein paar wilde Aussenaufnahmen mit 100mph durch die Stadt. Ganz offensichtlich im Zeitraffer (wie in den 60ern!), aber hybride Autos haben eben eine eigene Defintion der 4. Dimension. Ein Grund mehr eines zu kaufen.

Ok, und jetzt schenkt mir bitte jemand nen Karma??

Bildquelle: technologicvehicles.com

Jaguar, der neue Stern am Designhimmel

Jaguar C-X16 Heck IAA Frakfurt 2011

Wer verfolgt was für tolle neue Fahrzeuge Jaguar in letzter Zeit präsentiert, der ist sich dessen bewusst, dass Jaguar momentan die Latte für gutes Design ziemlich hoch ansetzt. Es gab Zeiten in denen Jaguar in die Bedeutungslosigkeit abgedriftet war und sich nur auf seine Geschichte, ganz besonders natürlich den E-Type der vor kurzem Geburtstag hatte, stützen konnte.

Doch die Zeiten sind vorbei und Jaguar glänzt mit absolut phänomenalem Design bei allen neuen Studien. Natürlich hat der aktuell gebaute Jaguar XJ auch seinen Platz unter den gelungenen Fahrzeugen.

Doch ganz vorne weg geht der Jaguar C-X75 der auf keine mir vorstellbare Weise auch nur einen deut besser aussehen könnte. Weder von Innen, noch von Außen.

Und jetzt wurde auf der IAA in Frankfurt der C-X16 präsentiert. Wieder gilt dasselbe: Auf Anhieb gefällt er und ich weiss auch wieder keinen Rat wie dieser kompakte Sportwagen besser aussehen könnte. Das Heck ist grandios! Wenn allein diese zwei Studien in ähnlicher Form in Produktion gehen, dann – so finde ich – kann sich Jaguar als mitunter kreativster Autobauer schimpfen.

Jaguar C-X16 Front IAA Frakfurt 2011

Dabei soll der C-X16 von einem turbogeladenen 3.0-liter V6 Motor mit 380 PS (280 kW / 375 hp) und 450 Nm (332 lb-ft) drehmoment befeuert werden. In der 8-Gang Automatik befindet sich ein integrierter elektrischer Motor der zusätzlich 95 PS (70 kW / 94 hp) und 235 Nm Drehmoment in die Waage schmeißt. Dadurch beschleunigt das Sportcoupé in 4,4 Sekunden von Null auf Hundert und hat eine Hächstgeschwindigkeit von 300 km/h (186 mph).

Ein promotional Video von Jaguar zur Präsentation gibt noch ein paar Details preis. Allerdings sind die animierten Fahrszenen eher schlecht als recht gemacht.

Weniger Parkplätze durch Smarts?

Smarts reduzieren unsere Parkplätze

Ich kann es durch keine Studie belegen, außer dass ich mich auf meine eigene Beobachtungen stützen kann. Außerdem wird vermutlich jeder meiner Logik folgen können. Ich werde einfach mal erklären…

Es trifft eigentlich nicht nur den Smart, sondern die sogenannten Microcars als Segment. Der Smart soll nur exemplarisch als Versuchsobjekt gelten. Meine Beobachtung ist folgende: Zwischen zwei, sagen wir mal, “normalgroßen” Fahrzeugen wird eine Parklücke frei oder alternativ: Am Ende einer Parkzone ist zwischen Schild und Auto gerade noch genug Platz für einen Smart.

Trifft eine dieser Situationen zu passiert folgendes:
Ein an sich unschuldiger und äußerst wendiger kleiner Smart kommt angedüst und parkt, so wie wir anderen das auch machen würden, seinen Smart in diese Parklücke. Soweit ist alles in Ordnung und alle sind glücklich. Doch nun bleibt der Smart stehen während das Auto vor oder hinter ihm ausparkt.

Die Folgen sind nun fataler als man meinen könnte:
Der nächste normalgroße Wagen parkt wieder, und natürlich wieder auch mittig, in der neu entstandenen Parklücke. Diese ist jedoch nicht genau so groß wie sie sein müsste, sondern eine ganze Ecke größer! Er parkt also etwas näher am Smart. Wiederholt sich dieser Vorgang einige Male, so entstehen viele Parklücken, die für die Parkplatzsuchenden unbrauchbar werden. Denn fährt der Smart weg entsteht plötzlich eine Lücke die zu klein ist.

Bis sich diese Lücke soweit fortpflanzt (durch ständiges “Mittigparken” in den neuen Lücken), dass sie vom Straßenrand verschwindet, kann teilweise eine Ewigkeit vergehen. Wenn es nicht gerade ein Straßenzug ist der Abends grundsätzlich leer wird kann es Tage dauern. Und in all dieser Zeit hat man entweder Lücken die viel größer sind als eigentlich nötig oder Lücken die gerade ein Stück zu klein sind fürs eigene Auto. Und ärgert sich dass man nicht parken kann wo doch die Hälfte der Straße frei zu sein scheint.

Welche Lösung für dieses schreckliche Problem fällt euch ein? Sollen wir Smarts aus der Stadt verbannen? Oder sollen wir alle nur Smarts fahren? Was ist mit übergroßen Autos wie Hummer oder Stretchlimousinen? Die sind ja genauso schuld… Oder kein seitwärts-rückwärts Parken mehr?