Gebrauchtwagen: Alfa Romeo 8C Spider gefällig?

Alfa Romeo 8C Spider weiss Heck

Wer wie ich Sportwagen mag und dabei am liebsten die offenen hat, der kennt den 8C Spider sowieso schon. Alle anderen sollten mal genau hinsehen: DAS nennt man gelungenes Design. Geschwungene Formen, keine Ecke die nicht ganz genau passt. Dann auch noch von einem Hersteller der viele Jahre seine sportlichen Wurzeln fast vergessen zu haben schien.

Man denke an die Giulietta Spider aus den 50ern oder die (oder den?) Duetto den jeder aus der Reifeprüfung mit Dustin Hoffman kennen müsste. Wer schwingt sich schon so elegant ins Auto wie Mr. Hoffman? Auch heute noch ist Alfa eher ein Anbieter der Golfklasse. Doch mit dem Alfa 8C Competizione hat man ein Pferd im Stall dessen Datenblatt die Alfa-Manager jederzeit zücken können wenn sie mit Ferrari, Lamborghini und Konsorten am Tisch sitzen und die mal wieder sagen “Ach ihr könnt hier doch eh nicht mitreden”.

Der 8C Spider ist eines der Autos das man in der Garage stehen haben möchte um 30 Jahre später gemeinsam mit dem Sohn das Garagentor zu öffnen, die verstaubte Stoffhaube schwungvoll runterzuziehen und zu sagen “Well, my dear son: THIS ist what a car looked like back when cars were made by emotion.”

Falls ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, genau diese Situation mit eurem Sohn oder eurer Tochter durchleben wollt und auch noch das nötige Kleingeld habt, dann gibt’s eine gute Nachricht. Ich hab bei finestautomotive einen gebrauchten Alfa Romeo 8C Spider gefunden! Wenn ich jetzt gerade 200.000 Euro vor mir liegen hätte…. (Für einen Gebrauchtwagen wohlgemerkt!)

Alfa Romeo 8C Spider weiss Front

Bildquelle: seriouswheels.com

Renault Twingo “Miss Sixty” …soooo pink

Renault Twingo Miss Sixty Front
Da soll mal jemand sagen junge Twens der weiblichen Art bekommen nicht speziell auf sie abgestimmte Produkte im Automobilsektor. Falsch gedacht! Was aber dabei herauskommt wenn man etwas über das Ziel hinausschiesst, das zeigt Renault mit der neuen Twingo-Edition “Miss Sixty”. Entstanden in Kooperation mit dem bekannten Modelabel aus Italien. Eines sage ich gerne: Das Auto entspricht in allen Zügen dem was ich mit Miss Sixty am ehesten in Verbindung bringe. Aber will Mann Frau wirklich damit herumfahren? Mich würde interessieren was junge Frauen davon halten und ob er so gut ankommt wie Renault sich das erhofft.
Ich habe die Vermutung dass, während das Auto auf den Produktfotos noch akzeptabler aussieht, der Renault in echt im Straßenbild hässlicher sein könnte und sich mal locker in die Reihe “Autos die es so nicht geben sollte” ala VW Polo in grün/rot/blau/gelb (jedes Bleichteil andere Farbe – erinnert ihr euch?) einreiht. Ich meine: Felgen in Pink? Das sieht doch billig aus!!
Das da in der Mittelkonsole ist übrigens tatsächlich ein Make-Up-Holder. Ja. Ist das nicht ein Klischee? Gibt es diesen Bedarf wirklich?
Die jetzt veröffentlichte TV-Werbung ist ganz originell und sexy aber.. spricht die nicht eher (mal wieder) den Mann an als die Frau? Wobei – Melegim gefällt sie bestimmt. :D

Ich vermisse sowieso den alten Twingo…. :(

Renault Twingo Miss Sixty Lippenstift

Eine Auto zum Träumen: Gebrauchter Alfa Romeo GTV 2000

Alfa Romeo GTV

Beim stöbern auf autoscout24 bin ich gerade auf diesen wunderschönen und super erhaltenen Alfa GTV 2000 gestoßen. Ein Traum von Auto! Einfach jede Ecke wunderschön: Zeitloses Design mit einer unglaublichen Eleganz. Den würde ich gerne mal fahren!

In der Anzeige steht, dass das Fahrzeug im Meilenwerk in Düsseldorf steht – wo wir zufällig bald mal wieder hinfahren werden. Auch das ist schon ein Garant für den sehr guten Zustand des Alfa. Sollte er noch dort sein, werde ich noch ein paar Fotos machen. Die Farbe, die Innenausstattung… der Klang! Da kann man schnell schwach werden. Vor einigen Monaten habe ich hier in Köln einen roten GTV 2000 fahren sehen und gehört. Bestialischer Klang kann ich nur sagen. Ist wohl der Vorteil wenn man nicht die aktuellen Lärmemissionsgesetze einhalten muss :))

Das Auto kommt wohl aus Ravenna. Da war ich ja vor einem halben Jahr und muss sagen eher als nach Köln passt das Auto dort in die Gegend. Mindestens einmal im Jahr sollte man entsprechend mit diesem Alfa auch nach Italien fahren. :)

Baujahr 1972 (zehn Jahre älter als ich), 131PS 4-Zylinder und 48.000km gefahren. Das ganze Paket für 26.500 Euro. Solltet ihr das Geld haben: KAUFEN!

Bildquelle und weitere Aufnahmen: Autoscout24.de

Fotoserie | Roadstertour Italien: Stelvio, Gavia, Rimini, Garda

Roadstertour Italien Teaser

Nach kurzfristiger Planung haben wir es endlich geschafft unsere Roadstertour nach Italien umzusetzen

Erstmal die Statistiken zur Reise:

Gefahrene Kilometer: 3041km
Höchster Punkt: Stilfser Joch, 2757m

Tag 1: Köln – Innsbruck
Wir wollten eine Woche nach Italien fahren und dabei ganz besonderes Augenmerk auf die Alpen richten. Genauer gesagt auf das Stilfser Joch und den Gaviapass. Am ersten Tag sind wir von Köln nach Innsbruck gefahren, mit einem kurzen Zwischenstopp in München. Kurz vor Innsbruck ging es schon in die Alpen und das Wetter wurde, nachdem wir auf der Autobahn in Deutschland bestimmt 40 Grad im Auto hatten, etwas kühler. Bis wir am Zeltplatz am Natterer See angekommen waren, hat es schon fürchterlich geschüttet. Zeltaufbauen und Sachen ausräumen war entsprechend ein recht großer Spass…

Am zweiten Tag ging es früh morgens los Richtung Spondigna, natürlich nur über Straßen ohne Maut. In Spondigna geht dann die Straße zum Stilfser Joch ab.

Roadstertour Italien Stilfser Joch und Gaviapass

Tag 2: Stilfser Joch
Laut Top Gear (siehe youtube-Video ganz unten) ist es “Drivers Heaven” und ich kann es nur bestätigen. Mitten in den Alpen gelegen und mit einer Höhe von 2757 Metern der höchste Alpenpass in Italien, der zweithöchste überhaupt in den Alpen. Serpentinen so weit das Auge reicht, jede Menge Motorräder und Rennradfahrer, beeindruckende Berge auf allen Seiten und Kurven dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Wenn man Glück hat und nicht hinter einem langsamen ängstlichen Fahrer landet, kann man immer wieder im 1. Gang aus den Haarnadelkurven herausbeschleunigen und den Berg hochsprinten. Letztlich bleibt man aber so oft stehen um die Kulisse zu betrachten, dass man dieselben Autos mehrmals sieht ^^ Auf halber Strecke hat es etwas geregnet was uns am offenfahren nicht gehindert hat. Ganz oben auf dem Pass kann man an Gletschern entlanglaufen, zu Fuss noch etwas mehr in die Höhe und natürlich in mehreren Restaurants etwas essen. Hinunter auf der anderen Seite kommt man direkt an der Grenze zur Schweiz vorbei und etwas später an einem wilden Fluss, der steil den Berg herabstürzt und die Strecke unterhalb in, nunja, Regen hüllt. Hier ist das Verdeck dann doch nicht offengeblieben.

Tag 2: Gaviapass
Eigentlich wollten wir – weil das Stilfser Joch uns schon viel Zeit gekostet hatte – auf den Gaviapass verzichten. Das Navi meinte aber das sei die kürzeste Route nach Trento und da haben wir nicht nein gesagt. Es hat sich gelohnt. Außer uns waren nur zwei andere Fahrzeuge auf dem Pass unterwegs und hier war der Asphalt noch richtig alt, die Straße nur eine Fahrzeugspur breit und die Kurven noch eine Ecke spitzer. Auf halber Höhe findet man einen wunderschönen Bergsee, danach geht es Stück für Stück bergab Richtung Trento.

Gegen abend ging es dann vorbei an Trento bis zum Lago di Lévico wo wir bei Sonnenuntergang im See gebadet und danach auf dem Campingplatz gezeltet haben.

Roadstertour Italien Strandurlaub in Rimini

Tag 3: Chioggia nach Rimini
Am dritten Tag ging es über eine mautfreie Autobahn bis nach Chioggia, immer flankiert von den hohen Bergen. Auch diese Strecke lohnt sich sehr. Ab Chioggio haben wir uns gewundert dass wir nie ans Meer konnten, obwohl es laut Europakarte greifbar nah war. Wir haben uns die Zeit mit unglaublich leckeren Tomaten und Gurken und viel italienischer Musik vertrieben. Bei Cervia haben wir spontan beschlossen einfach konsequent auf das Meer zu zufahren, bis es sich uns in den Weg stellt. Wir sind ins Wasser und danach direkt wieder in den Zetti und weitergefahren. Bis Rimini.

Tag 4: Rimini – Pause
Sommer, Strand, Meer, Sonne…. :)

Roadstertour Italien enge Straße in Ancona

Tag 5: Ancona
Da es am Strand langweilig wurde haben wir uns in den Zetti gesetzt und sind nach Ancona gefahren. Immer am Meer entlang, auch wieder eine wirklich schöne Strecke mit vielen malerischen kleinen Orten durch die man fährt. Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch unser Temperaturmaximum erreicht: Um 10 Uhr morgens bei Abfahrt waren es 41 Grad Celsius im Schatten. Und es ist nicht so dass wir einen kühleren Tag gehabt hätten! In Ancona haben wir uns in das erste Parkhaus gestellt und haben die Stadt dann zu Fuss erkundet. Danach ging es wieder zurück nach Rimini, allerdings über die Mautstraße. Für ca. 200km waren es ca. 20€

Roadstertour Italien Parkplatz am Gardasee

Tag 6: Gardasee
Bis wir nach langer Fahrt über italienische Mautstraßen bei brennender Sonne am Gardasee ankamen, verging eine halbe Ewigkeit. Autobahnen sind soooo langweilig! Aber dann: Direkt reinfahren nach Garda und erstmal am See Wassermelone anschneiden. Danach haben wir den Plan gefasst wo wir campen wollen. Die Google Maps Bewertungen waren zwar ein Anhaltspunkt, letztlich haben wir aber beschlossen der Reihe nach bei den Plätzen nachzufragen. Der erste war dann direkt auch passend. Wie praktisch und zeitsparend. ^^ Mit Strand am Gardasee und viel Platz auf dem zugeteilten Campingplatz. Gleich mal in den See und abkühlen. Danach in Garda was leckeres essen und wieder ins Auto. Am liebsten wären wir einmal komplett um den See herumgefahren. Leider war es zu spät und wir zu erschöpft. So hat es nur für das Ostufer von Nüd bis Nord gereicht (Auf unserer Europakarte als “besonders lohnenswerte Strecke” gekennzeichnet). Auf der Strecke begegnen einem viele Porsche und andere Sportwagen. Alleine für die Straße um den Gardasee lohnt sich ein Besuch. Abends zurück auf dem Campingplatz nochmal ins Wasser und dann war es das auch schon am Gardasee. Da werden wir auf jeden Fall nochmal hinfahren!

Tag 7 und 8: Rückfahrt nach Köln über Brenner & München
Davon habe ich keine Fotos mehr, aber die Rückfahrt erfolgte über italienische Mautstraße bis zur letzten Ausfahrt vor dem Brennerpass. Da haben wir die Autobahn verlassen und sind über den “alten” Brenner (kostenlos) nach Innsbruck gefahren. Von da an: Immer auf nach Hause!

Gesamte Fotoserie

Anmerkungen
In ein paar Wochen werde ich noch gedrehte Videos von der Reise hochladen, dann bekommt ihr einen viel besseren Eindruck wie die Berge auf den Strecken um uns herum kreisten als durch die Fotos.

Auf die Idee Stilfser Joch kam ich übrigens durch diesen Bericht bei Top Gear (die letzten Minuten davon besser gesagt):

The reason why: Österreich, Alpen, Italien, Rimini etc.

Z3 Stelvio Ankündigung

Der Grund weshalb es eine Woche keine Blogeinträge gab: Ich war auf Roadstertour quer durch die Alpen.

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