Ab nächster Woche: Mercedes-Benz C 350 Coupé im Fuhrpark

Mercedes-Benz C 350 Coupé

Ab nächster Woche werdet ihr peu a peu Artikel von mir lesen die sich mit dem C 350 Coupé von Mercedes befassen. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Eine Woche lang begleitet er mich durch Raum und Zeit und wird (hoffentlich) einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Dabei wird ein Aspekt besonders interessant werden: Melegim, meine liebste Göttergattin, ist kein besonderer Fan der Automobile von Mercedes. Sie denkt noch so wie ich vor rund 5 Jahren gedacht habe: Mercedes ist miefig, bieder und wird nur von alten Leuten gefahren. Doch genau dieses Bild hat sich längst gewandelt. Spätestens seit dem ersten CLS und der Einführung der drei Ausstattungslinien Serie, Elegance und Avantgarde (wer die Unterschiede wissen möchte kann hier eine Tabelle finden). Grob gesagt ist Elegance das was immer schon Mercedes ausgemacht hat und Avantgarde die junge, sportliche Note (zu erkennen am großen Mercedes-Stern im Kühlergrill).

Genau das macht inzwischen den Reiz aus: Ein deutlich sportlicherer Auftritt der Marke, den ich persönlich natürlich besonders begrüße. Jetzt wird es wieder heissen: “Aber inzwischen wollen doch alle Marken nur noch sportlich sein!” Doch ich stehe dazu, dass ich das gut finde.

Wie auch immer – wie man im englischen so schön sagt: “Stay tuned”, es werden euch einige interessante Artikel erwarten. Da das hier BYCAN ist und nicht irgendein anderer Blog wird es natürlich wieder schöne Geschichten rund um’s Auto geben. So werde ich mich auf die Reise in eine andere Dimension begeben und euch daran teilhaben lassen wie gut oder schlecht das mit dem C Coupé funktioniert. Will man doch vor einem Autokauf unbedingt wissen, oder? Für mich jedenfalls bedeutet ein Auto immer auch Meditation und die Flucht vor dem Alltag.

Falls Diesel eher euer Ding sind und ein C350 sowieso zu voluminös (wie bitte?!), dann lest euch doch die spannenden Artikel drüben bei rad-ab.com durch. Die hatten ein Mercedes C220 CDI Coupé und haben damit ihre Social Media Probefahrt veranstaltet.

Bildquelle: © 2011 Daimler AG

Renault Laguna 2011 – kleiner Review

Renault Laguna 2011 Review

1300km Autobahn mit einem Mietwagen. Das ist viel und man sollte vermutlich darauf wert legen, dass es nicht die kleinste Klasse ist, die man mietet. Trotzdem habe ich mein Glück herausgefordert – wie so oft – und einen Wagen der kleinsten Klasse gebucht. Übrigens für knapp 90€ inklusive Vollversicherung ohne SB. Ich habe einfach darauf vertraut dass ich – wie so oft – sowieso “upgegradet” werde. Ich hab recht behalten und von der freundlichen Mitarbeiterin von Avis am Kölner Hauptbahnhof einen schwarzen Renault Laguna mit Klimaanlage und Navigation bekommen. Sie hat sich noch dafür entschuldigt dass er wegen dem Regen und dem Schotterplatz leider etwas dreckig sei. “Macht nix, ich fahre sowieso nur Autobahn.” und weg war ich.

Zuerst ein kurzes Statement zu den Fotos: Leider hatte ich weder die Zeit noch die Möglichkeit hochwertige Fotos vom Laguna zu machen. Deswegen hier nur die Schnappschüsse. Ich bitte um Nachsicht. :)

Der Laguna stand nun unauffällig wie sonst ein Auto auf dem Parkplatz des Bahnhofs. Renault hat ja keinen Schlüssel, sondern eine “Chipkarte” mit diesen Foliendrucktasten wie man sie auf superdünnen TV-Fernbedienungen findet. Nunja. Über Geschmack lässt sich streiten. Das gilt auch für das Äußere. An der Front will ein wenig Sportlichkeit aufkommen, doch an den Flanken und am Heck verliert sich dieser Gedanke schnell wieder. Die Überhänge sind zu lang und die Linienführung etwas langweilig. Was soll’s! Ich sitze ja sowieso innen. Und hier wirkt der Franzose schon deutlich reifer. Schwarze Teilleder-Sitze mit weißen Kontrastnähten (wie sie übrigens unser zukünftiger Mustang haben soll), eine hübsche Mittelkonsole, hübsche Instrumente und Türverkleidungen. Naja alles so dass man sich lange Zeit wohlfühlen kann. Das Lenkrad ist sogar unten etwas abgeflacht. Hier stand der Motorsport Pate. Die Abflachung ist jedoch so gering dass man sie erst bemerkt wenn man beim Kurbeln fast danebengreift, nicht jedoch wenn man das Lenkrad so direkt ansieht.

Dinge die mir positiv aufgefallen sind:

  • Das Display in der Mitte ist gut abzulesen
  • Die Tasten geben wenig Rätsel auf
  • Das Raumgefühl ist dank einer sehr weit oben ansetzenden Windschutzscheibe sehr angenehm.
  • Hinten an allen Fenstern Jalousien (nicht automatisiert)

 

Dinge die mir negativ aufgefallen sind:

  • Tomtom… grafisch erinnert es mich mit seinen tristen Farben, pixeligen Linien und hakeligen Bewegungen an meine Computerspiele Mitte der 90er
  • “Wählhebel” für Telefon und Audio rechts unten hinter dem Lenkrad: Unglaublich viele Tasten und sogar ein Scrollwheel auf kleiner Fläche und alles nicht ablesbar da durch die Speichen des Lenkrads verdeckt. Um zu wissen welche Taste was macht muss man sich nach vorne beugen und am Lenkradkranz vorbeisehen
  • Unglaublich billig wirkende Scheibenwischer vorne – wenn die sich bewegen denkt man sie sind aus dünnem Draht, so schlacksig bewegen sie sich
  • Drehregler über Drehregler an der Mittelkonsole. Ein großer zwischen den Sitzen, ein kleiner beim Radio und ein ebenso kleiner bei der Klimaanlage. Teilweise machen sie dasselbe
  • Aus welchem Jahrhundert ist denn der Bordcomputer? Das Icon das einem eine Schaltkulisse anzeigen soll ist grausamer Missbrauch von Pixeln! Man muss es sehen um zu verstehen was ich meine.
  • Und warum werden die Zahlen auf dem Drehzahlmesser von Zahl zu Zahl größer? Kursive Schriftart und die 6 ist fast doppelt so groß wie die eins.. Soll man gewarnt werden? Ich fand es optisch nicht sonderlich geschickt

Soviel zum Innenraum. Chipkarte in den Schlitz und Start/Stopp-Taste drücken. Zuerst fällt einem auf das einem nichts auffällt – ausser dass die Aussenspiegel ausfahren. Doch der Motor ist im Grunde unhörbar, solange man das Gaspedal nicht betätigt. In der Stadt ist das bei einem solchen Zweiliter-Benziner natürlich von Vorteil. Besonders da auch die Geräuschisolierung im Renault hervorragend ist. Tritt man das Gaspedal hört man genau das, was man von einem – sagen wir mal – Standardzweiliter in einem Standardauto erwartet: Es zeigt sich dass ein Verbrennungsmotor das Fahrzeug antreibt (ergo: Kraft-Fahrzeug), aber der Motor will nicht dass irgendwer irgendwas über ihn erfährt. Er möchte einfach nur stur seinen Job machen. So soll es dann eben sein: Bei einem solchen Auto geht das auch in Ordnung. Am Gaspedal hängt der Zweiliter ganz gut, jedoch hat mich noch vor Beginn der Fahrt stutzig gemacht, dass im Display beim Durchschnittsverbrauch knapp 11 Liter hinterlegt waren. Hmmm. Direkt mal genullt um zu sehen wo ich so lande. Bei dem Verbrauch würde ich nämlich schon erwarten dass ich etwas anderes als ein Standardauto habe: Etwas mit bumms, mit hörbarem Motor der fauchend Fussgänger vom Zebrastreifen verjagt und am liebsten kreuz und quer unter LKW-Anhängern durchfährt wie damals Bandit. Der spritsparende Charakter ist nämlich das einzige Argument das sonst für ein Standard-08/15-Triebwerk spricht.

Renault Laguna 2011 Review Ansicht vorne links

Zuhause wurde erstmal der Kofferraum befüllt. Da ist richtig Platz! Mir fällt auf Anhieb nichts ein was da nicht reinpassen würde. Sollte also in allen Lebenssituationen ausreichen. Teilweise konnten wir die Hutablage bei geöffnetem Kofferraum auch als Tisch verwenden.

Kurz darauf ging es auch schon auf die Autobahn. Immerhin war es 21:00 Uhr und wir hatten noch ca. 680km zu fahren. Auf den Strassen war wenig los und ich konnte meist den Tempomat verwenden. Die Bedienung ist so einfach wie bei jedem anderen Auto auch. Fahren, beim gewünschten Tempo Taste betätigen und fertig. Über einen Wippschalter auf der Mittelkonsole wählt man zwischen Tempomat und Tempolimiter. Alles andere erfolgt über die Tasten am Lenkrad. Das bereits angesprochene hässliche kleine Icon das eine Schaltkulisse darstellen soll zeigt einem mit zwei kleinen Pfeilen ob man runter oder rauf schalten soll. Eigentlich ist da immer nur ein Pfeil der so lange dableibt bis man den 6. Gang erreicht hat. Es spielt auch keine Rolle ob man knapp über 50 fährt. Zum Runterschalten fordert das Icon erst auf wenn die Drehzahl extrem niedrig fällt. Auch daran habe ich mich gehalten. Bei Ankunft zeigte mir die Verbrauchsanzeige einen Durchschnittsverbrauch von stolzen 9,8 Litern Super. Das nach 650km Autobahn, freie Fahrt und Tempomat bei 140km/h. Wow. Das ist…. ziemlich hoch. Im Internet auf der Seite von Renault ist zu lesen, dass der Verbrauch außerorts bei 6,1/8,6 Litern und kombiniert bei 7,5/10,7 Litern liegt…

Auf der Rückfahrt – hier hatten wir es mit viel Stau zu tun und sind bei Würzburg sogar Landstraße gefahren – ist der Verbrauch dann sogar auf 10,4 Liter angestiegen. Alles in allem war das Auto eigentlich ganz angenehm. Mich selbst hat das polterige Fahrwerk von allem am meisten gestört. Es kommt gar nicht der Gedanke auf dass man in einem soliden Auto sitzt. Das kann selbst ein Golf schon um mehrere Klassen besser! Es rappelt bei jeder Bodenwelle etwas im Fahrwerk. Ich mag vielleicht insgesamt ein wenig übertreiben, doch habe ich jederzeit gemerkt dass das Fahrwerk nicht recht weiss was es will. Eine unpräzise Lenkung ohne viel Rückmeldung wäre da natürlich im Zusammenspiel das schlimmste. Doch… well… leider ist die Lenkung auch nicht hundertprozentig überzeugend. Würde ich nun das Geld ausgeben um einen Laguna zu kaufen? ….Das Coupé schafft es im Gegensatz zur Limousine ja sogar die Sportlichkeit über das ganze Fahrzeugdesign zu erhalten… Aber nein. Ich wüsste andere Möglichkeiten das Geld auszugeben.

Was haltet ihr vom Laguna 2.0?

 

Review: Audi Q5 2.0 TDI

Vor einer Woche hatte ich die Gelegenheit den Audi Q5 3 Tage zu fahren. Hier jetzt wie versprochen ein kleiner Bericht.

Es war ein Q5 mit dem 2 Liter Turbodiesel. Ich bin kein sonderlich großer Fan von Dieselmotoren, besonders den Klang kann ich gar nicht leiden. Der einzige wirklich beeindruckende Dieselmotor ist der aus dem BMW 330d. Ein unglaublicher Durchzug! Aber sonst hat mich noch kein Diesel vom Hocker gehauen. Anders ist es bei der 2 Liter Maschine im Audi auch nicht. Ja, er hat guten Durchzug aber wirklich beeindrucken kann er nicht. Dafür ist er schön leise und kaum als Diesel zu erkennen, wenn man selbst drinsitzt und fährt. Der Verbrauch spricht natürlich immer für einen Diesel, aber was Fahrspaß angeht… Um mir wirklich eine Meinung zu bilden müsste ich den Q5 Benziner fahren, aber so kann ich nur sagen: Die Fahrleistungen reichen, um gut im Verkehr mitzuschwimmen. Einmal Kickdown und man kann bedenkenlos die Spur wechseln. Ich würde es so sagen: Für das Auto genau der richtige Motor wenn man Langstrecke fährt oder pendelt. Er bereitet einem keine Sorgen aber ist auch nicht unbedingt der Höhepunkt an diesem Auto. Das ist eher der Innenraum, aber dazu später mehr.

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