
Langsam wird es kritisch, dass Jan und Jens immer eine Ecke schneller sind als ich. Allerdings war ich auch nach ihnen, am Sonntag, an der Reihe. Den Porsche 911 am Sachsenring zu bewegen war schon eine, sagen wir mal, ideale Vorbereitung auf den Nissan Trackday 2012.
Bereits letztes Jahr hatte ich mich beworben, da hatte es aber nicht geklappt. Ganz richtig: Nicht per Blogger-Einladung, sondern per Bewerbung über die Teilnahmemaske unter nissan-sportscar.de bin ich zu der Veranstaltung gekommen.
Ehrlich gesagt habe ich auch erwartet, dass es zum Teil eine Verkaufsveranstaltung für den 370z wird. Doch es kam ganz anders: Nix verkaufen. Nix präsentieren. Nein, nach einer kurzen Ansprache ging es sofort auf das Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrum in Grevenbroich. Die nächsten zwei Stunden erwartete uns ungefilterter Fahrspaß…

Für meine Gruppe ging es zuerst auf den Handlingkurs. Eine superenge Strecke ohne Auslaufzonen die komplett im selben Gang gefahren werden konnte. Schön langsam haben wir uns an höhere Geschwindigkeiten herangetastet, immer unter der Anleitung von Frank Eikholt – der übrigens bei den 24h am Nürburgring mit einem Volvo startet. Gegen Ende hatten wir schon ein wirklich ordentliches Tempo drauf. Da wir ständig Fahrzeuge gewechselt haben konnte ich mich mit einigen Teilnehmern unterhalten. Alle fanden das Tempo schon recht ordentlich und meinten sie hätten nicht erwartet, dass es so zur Sache geht. Vor allem wenn an einer engen Kurve statt Kiesbett ein Land Rover wartet und ansonsten ein paar Bäume zum Kuscheln. Einziger Wermutstropfen war, dass das ESP aktiviert bleiben musste. Aus Sicherheitsgründen verständlich, doch nach der Kuppe konnte man soviel Gas geben wie man wollte, Gasannahme gab es keine.
Der 370Z – ich bin ihn hier zum ersten Mal gefahren – ist ein durchaus sportliches Gerät. Die manuelle Schaltung ist knackig mit kurzen Schaltwegen und die Kupplung ist hart und direkt. Der muss dringen mal als Testfahrzeug her. Erst dann möchte ich mehr Details zum Fahrzeug preisgeben. Aber zuerst steht nächste Woche ja der Nissan Juke auf dem Testplan.
Nach knapp einer Stunde auf dem Handlingparcour ging es zum Slalom. Hier wurden einige Runden gefahren, es sollte jeder seinen Grenzbereich ausprobieren. Zu viel Gas hat aber keiner gegeben und so wurden nur ab und an mal Pylonen touchiert.
Zu guter Letzt ging es zur Rüttelplatte. Oder wie auch immer dieses Ding heisst. Dabei wird von einer in den Boden eingelassenen Metallplatte die Hinterachse beim Darüberfahren zur Seite weggezogen. Das Fahrzeug wird dadurch instabil und man muss es durch Gegenlenken stabiliseren. Der Boden ist Naß und die Geschwindigkeit beträgt 50km/h. Es ist schön zu sehen wie man nach ein, zwei Versuchen das Fahrzeug kontrolliert zum Stillstand bringen kann. Genauso schön ist es aber auch wenn man sich um die eigene Achse dreht. Auf diese Übung hatte ich mich sehr gefreut da ich es noch nie probiert habe. Gefragt sind Reaktionsgeschwindigkeit und flinke Hände am Lenkrad. Das Anfahren mit dem 370z mit nach Grip lächtzenden Reifen, das Überqueren der Platte mit dem ruckartigen Impuls in eine Richtung und die volle Ladung Wasser auf die Scheibe… das alles kann durchaus schon einem Phantasialand-Besuch Konkurrenz machen!
Die zwei Stunden waren dann natürlich viel zu schnell vorbei. Ich hab noch versucht mich in die nächste Gruppe zu schummeln, einen Versuch war es wert. Ich kann jedem nur empfehlen – unabhängig vom Nissan Trackday – ein solches Training mal zu machen. Es ist ein riesen Spaß und man kann durchaus auch etwas von dem Erfahrenen für den Straßenverkehr mitnehmen.










