imho: Leistungszahlen und Rundenzeiten zerstören den Sportwagengeist

Digitale Armaturen Sportwagen Mclaren Cockpit Dashboard

Mich würde interessieren ob ich eigentlich der Einzige bin, der in einschlägiger Sportwagenliteratur aka Zeitschriften die Seiten überliest, auf denen Tabellen mit Leistungsdaten und Rundenzeiten verzeichnet sind. Da gibt es schematische Darstellungen von Rennstrecken mit genauen telemetrischen Infos in welcher Kurve das getestete Geschoss wieviele Sekunden und wieviel km/h liegen lassen hat und wo es sich im Vergleich mit anderen Sportwagen einreiht. Zahlenkolonnen mit Brems- und Beschleunigungswerten und und und….

Eigentlich interessieren mich hier in allerbester Autoquartett-Tradition nur folgende Daten: Höchstgeschwindigkeit, PS, Nm und 0-100km/h. Alles andere? Not. So. Much.

Für mich ist der dazugehörige Artikel interessant. Das geschriebene Wort. Und ob dort solche Dinge stehen wie “launisch im Grenzbereich”, “Leistung setzt spät ein, aber dann mit Nachdruck”, “Man fühlt jede Anomalie im Asphalt”, “Das Heck überholt einen von rechts”, “Komisches Gefühl in der Magengegend”, “Angstschweiß an den Händen”, “Bestialischer Sound der ab 7000 U/min noch einen draufsetzt”, “Kaum beherrschbar im Grenzbereich”… ich könnte diese Liste endlos weiterschreiben.

Ich möchte eigentlich nur auf eines hinaus: In unserer schönen digitalen Zeit wird auch der Sportwagen immer digitaler. Mit Rechnern und High-Tec lassen sich die letzten Zehntel aus den Rundenzeiten kitzeln, das Fahrwerk optimiert sich selbst je nach Straßenbeschaffenheit und Nickbewegungen gibt es längst nicht mehr. Aber ist das wirklich so positiv wie uns suggeriert wird? Klar ist es für einen Hersteller toll wenn man sagen kann man ist 0,881 Sekunden schneller pro Runde als ein Sportwagen im selben Preissegment. Doch diese dauernde Optimierung führt dazu, dass die Fahrzeuge immer perfekter werden, dadurch auch immer unmenschlicher. Viel zu makellos eben. Ein neuerer Porsche fährt wie auf Schienen durch jede Kurve. Ein wenig einlenken, der Rest geht von allein. Fast wie mit Gamepad an der PS3. Beim G-Modell hieß es noch überall: Man muss mutig sein das Auto zu fahren. Gerne entscheidet es sich mal die Tiefe des nahegelegendsten Grabens zu überprüfen, höchstpersönlich. Für Fahranfänger absolut ungeeignet und und und. Heute kann jeder 18-jährige ohne Probleme ein 600PS-Monster bewegen.

Ist das vielleicht der Grund für die in mir aufkeimende Youngtimer-Liebe? Ich möchte nicht in einem teuren Sportwagen sitzen, von der Geschwindigkeit nichts mitkriegen und einfach Runde um Runde die Ideallinie abfahren. Nein, von einem Sportwagen erwarte ich dass er ein gewisses Todesrisiko bietet. Das ich Erfurcht und Angst habe wenn ich den Motor anlasse. Mich vielleicht sogar dazu herablasse ein paar gutgemeinte Worte an das Auto zu richten, laut auszusprechen. Über das Armaturenbrett zu streichen und zu sagen: “Ok, hör zu. Wir wollen leben. Das heisst: Du willst leben, und ich will noch viel mehr leben. Wenn du mich heil durch zwei Runden bringst küsse ich dich.” Dann den Motor anlassen und das Grummeln und Vibrieren am Lenkrad spüren. Den Motor fauchen lassen und beim Losfahren kurz überlegen ob man nicht doch lieber Minigolf spielen hätte gehen sollen. Das Fahren soll ein Erlebnis sein, ein Ritt auf der Kanonenkugel. Dabei interessiert mich herzlich wenig ob das Auto 1 Sekunde schneller ist auf der Nordschleife als ein GT-R. Who cares? Wenn ich 40 Sekunden später ins Ziel komme als ein GT-R aber dafür viermal dem Tod ins Auge geblickt habe, viel Spaß hatte, dann hab ich am Ende des Tages mehr davon.

Früher oder später wird es zu einem Imagewechsel bei Sportwagen kommen. (Oder ist es etwa schon soweit?) In den 90ern hatte man Respekt vor der (vermutlichen) Fahrkunst eines Sportwagenbesitzers, der da ein Wesen aus der Hölle befehligt (muss gerade an den Lamborghini Miura und Innenraumtemperaturen denken). Ich stand damals nur so da, starrte die Autos an als sie vorbeifuhren und dachte mir ich will auch mal so gut fahren können. Heute ist es eher der Respekt vor dem technischen Know-How der Hersteller und was sie zu leisten im Stande sind. Der Fahrer bleibt in meinen Augen außen vor. Er ist austauschbar geworden. Ist die Formel 1 nicht der Beweis für genau diese These?

Wer Übertreibungen findet, darf sie behalten. Und nein, ich will natürlich nicht sterben.

Update 24.01.: Wer an einer Gegendarstellung interessiert ist, wird bei Björns mein-auto-blog fündig.

Panasonic Lumix LX3 – I fell in love

Panasonic Lumix LX3

Es war schon seit geraumer Zeit angesetzt: Aufrüsten meiner Fototechnik. Bisher hatte ich ja eine Fujifilm s6500fd, die ich übrigens jetzt in der Bucht anbiete (ich sag nur: Topzustand!) :)

Die Fujifilm ist eine Bridgekamera. Also ähnlich einer DSLR aber nicht ganz so weil das Objektiv fest ist und der Bildsensor auch kleiner ist als bei einer DSLR. Trotzdem war ich mit der Kamera mehr als zufrieden und alle Fotos hier in meiner Galerie habe ich mit der s6500 gemacht.

Ich wollte nun aber nicht zu einer DSLR aufrüsten. Zu selten gehe ich noch auf Fototour und in den Situationen in denen ich denke: “Hey, ich sollte hiervon ein Foto machen”, ist die Kamera nicht dabei weil sie viel zu groß ist um sie überall hin mitzunehmen. Sonst haben noch folgende Aspekte eine Rolle gespielt:

1. Ich brauche keinen Superzoom. Ganz im Gegenteil: Bei den meisten Aufnahmen die ich so mache ärgere ich mich dass ich kein 24mm bis 35mm Kleinbildäquivalent habe!

2. Ich will unbedingt einen größeren CCD-Sensor. Denn mehr Sensorfläche bedeutet mehr Bildqualität

3. und wichtigstes Argument: Ich hasse Blitzaufnahmen und will alles am liebsten ohne fotografieren. Das bedeutet ich benötige ein Lichtstarkes Objektiv und alleine das ist bei einer DSLR schon kaum bezahlbar. Was mit einem lichtstarken Objektiv möglich ist zeigt auf beeindruckende Weise auch immer wieder mal b0b in seinem Sneakerblog (Fotos vom Pink-Konzert in Köln in der Lanxess-Arena). Ich sag nur hammer, hammer, hammer… *lechtz*

4. Die Kamera kann ruhig klein sein, damit ich sie immer in meiner Messengerbag dabei haben kann!

Nach ausgiebiger Recherche hab ich mich dann für die Panasonic Lumix DMC-LX3 entschieden. Überhäuft mit Lorbeeren und positiven Testberichten scheint die wirklich was zu können! Aber auch die Zahlen der Kamera sagen genug aus:

- 1/1,63 Zoll CCD-Sensor (bei dpreview.com gibts interessante Lektüre zur Sensorgröße)

- Leica DC Vario-Summicron Objektiv 2,0-2,8

- 24mm Superweitwinkel mit 2,5x optischem Zoom

- Man. Programme, man. Fokus und man. Belichtung

- OIS: Optischer Bildstabilisator

- HD Videoaufnahme 1280x720p; 24 B/s

- 10,1 Megapixel

- Blitzschuh für externen Blitz oder optischen Sucher

Zusammengefasst: Dieses tolle Weitwinkel Leica-Obektiv :D

Am Wochenende hab ich natürlich direkt mal bei schlechten Lichtverhältnissen  ein wenig ausprobiert und war auf Anhieb schwer begeistert. Selbst bei längeren Belichtungszeiten als 1/15 schafft man dank Bildstabilisierung ordentliche Freihandfotos. Natürlich nicht unverwackelt aber trotzdem brauchbarer als Bilder mit einem hohen Rauschen wegen ISO. Außerdem ist man bei Lichtverhältnissen bei denen ich normal gewohnt bin das Stativ rauszuholen noch locker bei 1/60 Belichtungszeit.

LX3 im Wohnzimmer

Um diese Aufnahme mit der alten Kamera hinzukriegen wäre ich schon fast auf ein Stativ angewiesen. Wohlgemerkt: Es war nicht sonderlich hell draußen! (Merkt man auch an den fehlenden Spiegelungen an der Scheibe des Plasmas – Normal hätte man um die Uhrzeit wegen Gegenlicht kaum was erkannt).

Aber nochmal zurück zum ISO-Wert. Ist man bei Blende und Belichtungszeit am Limit muss man halt den ISO-Wert erhöhen. Die Panasonic bietet die Werte Auto / 80 / 100 / 200 / 400 / 800 / 1600 / 3200 und einen Hochempfindlichkeitsmodus (Auto 1600-6400). Zusätzlich hat sie in allen manuellen Modi einen Auto-ISO Modus. Das Tolle: Dieser lässt sich noch oben hin beschränken. Also hab ich mal ausgetestet bei welchen ISO-Werten das Bildrauschen zu hoch wird:

Hier Panasonix LX3 mit 1/320 f2.8 ISO800

Panasonix LX3 1/320 f2.8 ISO800

Hier Panasonix LX3 1/100 f4.0 ISO400

Panasonix LX3 1/100 f4.0 ISO400

Panasonic LX3 1/30 f3.2 ISO80

Panasonic LX3 1/30 f3.2 ISO80

Als erstes fällt auf dass eigentlich soweit alle ISO-Werte brauchbar sind – vorausgesetzt man verkleinert auf das hier von mir verwendete Format. Sieht man jeweils oben rechts in den Bildbereich erkennt man aber das ansteigende Rauschen (von unten nach oben) und dass Konturen etwas undeutlicher werden. Betrachtet man die Bilder bei 100% (leider leider habe ich sie gerade nicht zur Hand) stelle ich für mich persönlich fest, dass bei ISO400 Schluss sein sollte – besonders wenn Menschen das Motiv sind. Lieber etwas Unschärfe als körnige Gesichter! Plant man aber nicht die Bilder irgendwann im Großformat auszudrucken sondern für… sagen wir mal den Blog zu verkleinern, ist ISO800 auch noch völlig ok. Darüber wird es dann schon ziemlich kritisch. Ist aber wegen dem Lichtstarken Objektiv auch gar nicht nötig!

Achja: Ich finde auch die leichte Retroanmutung der Kamera klasse. Sie erinnert mich da sehr an die alte Minolta von meinem Dad auf die er so stolz war. Keine Ahnung welches Modell das war aber sie hatte eine Klappe vor dem Objektiv die sich nach unten geöffnet hat. Das Objektiv hatte einen Durchmesser wie ein Daumen und man konnte an winzigen Stellringen alles manuell festlegen.

Der Blitzschuh der LX3 hält auch einige Möglichkeiten für meine Zukunft bereit. Neben einem guten Blitz auch beispielsweise einen optischen Sucher der als Zubehör angeboten wird.

Spätestens wenn ich die nächste Galerie online stelle – und das wird nach meinem Besuch am 18./19. Juli in Stuttgart bei Mercedes der Fall sein – könnt ihr dann ordentliche Fotos begutachten.

Das H7-Leiden oder: Ich bin es leid!

BMW Z3 Osram H7

Warum nur warum….. versagen die süßen kleinen teuren H7-Lämpchen so oft? In einem Jahr musste ich jetzt insgesamt 5 Birnen tauschen. So kann es einfach nicht weitergehen! Auch wenn ein Preisvergleich zeigt dass Osram, Philips etc. im Internet knapp 40% billiger sind als beim Baumarkt um die Ecke und es somit nur 30€ für zwei Stück sind… Das große Problem ist nicht der Preis, sondern die Einbausituation im Z3. Auf der rechten Seite (siehe Bild) ist es recht schnell getan – hier muss nur der Wischerwasser-Tank ausgebaut werden um mit der Hand die Fassung herausdrehen zu können. Auf der linken Seite bietet sich hingegen ein ganz anderes Bild. Dank mehrerer Stahlstreben und diversen Bauelementen die den Weg (wohl) versperren mussten, kommt man hier sowieso nur mit dünnen Armen ran. Aber selbst dann sind die Arme danach blau und wund. Man muss mit beiden Händen diesseits und jenseits der größten Stahlstrebe in die Tiefen fassen, hat dann natürlich keinen Blick mehr auf die Baustelle und muss anschließend die Fassung um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn drehen. Da diese mit Plastikfedern am Fleck gehalten wird ist dafür ein Kraftaufwand nötig. Hat man sie herausgezogen kann man sich schonmal freuen. Spätestens beim Einbau vergeht die Freude aber endgültig: Die Fassung hat drei Noppen die zeitgleich an exakt der richtigen Stelle anliegen müssen. Dann muss die Fassung gegen den Scheinwerfer gepresst werden damit die Plastikfedern herniedergedrückt werden. Danach muss die Fassung ohne zu verkanten und mit gleichbleibenden Druck wieder um 90 Grad in die Ausgangsposition gedreht werden. Das ganze dauert mindestens 10 Minuten und die Arme sind danach – wie schon erwähnt – wund.

Ich habe in Foren gelesen dass aufgrund der Bauweise des Scheinwerfers des Z3 (klein, enger Raum) Hitzestau die Glühbirnen zerstören kann. Da ich nicht widerstehen kann H7-Birnen mit 50% und mehr Lichtausbeute und anderen Gimmicks einzusetzen führe ich den häufigen Defekt einfach mal darauf zurück (die leistungsstärkeren Birnen werden ja sicherlich auch heisser). Wären wir in den USA könnte man bestimmt ein Verfahren gegen die Hersteller anzetteln weil auf der Verpackung ja nicht steht: “Warnung! Achten Sie auf einen ausreichend dimensionierten Scheinwerfer.” Aber zum Glück sind wir ja nicht in den USA :)

Diesmal probiere ich die H7 “Night Braker Plus” von Osram aus (bei Amazon für 20€), von Philips und Bosch habe ich so ziemlich jedes Modell bis auf die absoluten Standardbirnen durch.

Ist das die Zukunft des Benzinmotors? – Wave Disk Engine

Es hört sich schon vielversprechend an. Das was oben auf dem Foto zu erkennen ist, ist das Herzstück des Motors. In der Mitte befindet sich der Benzingemisch-Einlass, dieses Gemisch wird über die wellenförmigen Kanäle geleitet, hierbei komprimiert und es wird bei der Explosion eine Schockwelle erzeugt. Die heisse Abgasluft strömt dann außen heraus Richtung Auspuff. Das ist die Kurzfassung dessen was hier passiert. Laut Norbert Müller, Entwickler des Prototyps an der Michigan State, ließe sich durch Einsatz eines solchen Motors 20% Gewicht einsparen. Außerdem ist die Energieeffizienz dieses Motors sehr viel höher im Vergleich zum konventionellen Ottomotor. Der Carbondioxidausstoß ist ebenfalls um bis zu 95% geringer.

Das Ganze erklärt sich einfach dadurch, dass sehr viel weniger bewegliche Konponenten (Zylinder, Pleuel, Nockenwelle und und) im Einsatz sind bei denen durch Reibungsverluste und bewegliche Massen viel Leistung verloren geht. Einen ähnlichen Ansatz verfolgte ja auch der Wankelmotor.

Das hört sich alles sehr gut an. Der Motor selbst ist sehr kompakt und würde sich deswegen gerade im Zusammenspiel mit Elektromotoren perfekt einsetzen lassen. Hier nochmal eine schematische Darstellung:

Bildquellen: newscientist.com und Michigan State University

Wann kann ich den fahren? – BMW Vision ConnectedDrive

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Ich möchte bitte wissen wann ich dieses Auto fahren kann. Außerdem möchte ich bekanntgeben: Ab sofort bin ich Fan von asymmetrischem Design bei Autos. in einem neuen Video von BMW zum Vision Connected Drive sieht man (auch wenn es zu offensichtlich alles CGI ist) das Design aus nächster Nähe. Ich finde es toll wie diese grüne Linie nur Richtung Beifahrer läuft um dann anschließend das Cockpit oder den “Fahrerarbeitsplatz” zu umschließen. Wow! Wie lange es wohl noch dauert bis wir einen derartigen Einsatz von LED oder ähnlichen Beleuchtungstechniken sehen? Als reines Designelement außerhalb der Scheinwerfer?

connected-drive-cockpit
Bildquelle: Spiegel Online

Beim Konzept geht es um die Vernetzung des Autos. Cloudcomputing, Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und Derartiges.

Hier noch das Video: