
DISCLOSURE:
Ich wurde von Citroen zu den Neuheiten-Tagen im Ecolut-Center eingeladen. Verpflegung war inklusive.
Gestern hatte Citroen – zum ersten Mal – eine Herde Blogger zu einem Event eingeladen um den ersten Kontakt aufzubauen. Direkt bei mir um die Ecke im Bergischen. Bei der Gelegenheit konnten diverse Modelle wie C1, Berlingo oder C4 Aircross probegefahren werden. Unter den anwesenden Fahrzeugen waren zwei wirklich interessant. Die da wären: Der Citroen DS3 Sport und der DS5 Diesel Hybrid.
Citroen DS3 Racing
Der kleine Flitzer in schwarz/orangenem Kampf-Trainingsanzug steht recht sportlich da. Ähnlich wie beim MINI ist stellt das Dach einen farblichen Kontrast zum Rest da. Betont durch die Spiegelgehäuse, Kühlergrill und – nicht ganz mein Fall – Felgen in gleicher Akzentfarbe. Gerade das Heck ist sportlich knapp und pummelig und damit genau mein Geschmack. Innen wird die Sportliche Note durch das Armaturenbrett – ebenfalls in Akzentfarbe – und die sehr sportlich konturierten Sitze aufrechterhalten.

Um wirklich einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit oder Leistungsunfähigkeit des DS3 Sport zu erhalten war die Zeit leider zu knapp. Also kann ich nur erste Eindrücke schildern: Der Sound ist etwas mau und – in den Worten von Björn, der ebenfalls dabeiwar – “arg dröhnend”. Die Sitzposition ist gut, die Bestuhlung für meinen Geschmack etwas zu hart. Rundumsicht ist genau richtig, überhaupt ist der Innenraum ziemlich hell. Die Beschleunigung geht in Ordnung, überrascht hat mich wie ruhig der Innenraum jenseits der 150 km/h bleibt. Für solch ein kleines Auto durchaus eine Hausnummer. Um flink in der Innenstadt durch die Lücken im Verkehr zu schlüpfen könnte der DS3 durchaus geeignet sein. Die Materialanmutung im Inneren ist durchwachsen. Mal hat man schöne Oberflächen zu greifen, mal wundert man sich über die Haptik (wie zum Beispiel an den Lüftungsdüsen). Dafür sind die Armaturen sehr spacig, modern, jung. Wenn ihr wissen wollt wie es sich im DS3 hinten sitzt, fragt ihr am besten Jens. Der ist nicht nur hinten sondern – wie es sich gehört - auch mal im Kofferraum gesessen.

Citroen DS5 Diesel Hybrid
Von Außen in meinen Augen der große Wurf von Citroen. Kein anderes Fahrzeug dieser Kategorie sieht so ungewöhnlich aus. Die Linienführung, das schwebende Dach, die massive Chromstrebe an der Motorhaube. Alles scheint zu schreien: Ich bin anders! Das ist auch gut so, denn heutzutage sehen Autos viel zu ähnlich aus. Auch im Innenraum bekennt man sich dazu anders zu sein. Auch hier fließende Formen, der Beifahrer wird von Wölbungen und Rundungen umspielt. Dank drei Fenstern im Dach gleicht der DS5 einer Kathedrale. Bei viel Licht auf der Autobahn unterwegs sein und Zeitung lesen dürfte im DS5 einen ganz besonderen Reiz haben. Genau dort gehört der DS5 meiner Meinung nach auch hin. Landstraßen oder die Stadt liegen ihm nicht so ganz. Dazu reagiert die Automatik zu träge und dazu kommt im ersten Gang schon einfach zu wenig Power rüber. Rein elektrisch anzufahren hat seinen Reiz, durch die Kombination mit dem Diesel dürften sich auch die Betriebskosten im Rahmen bewegen. Das perfekte Auto also für Berufspendler? Ich glaube die sind nicht mutig genug ein Auto zu fahren das förmlich in die Welt hinausschreit, dass es anders sein will. Citroen bekennt sich löblicherweise dazu auch Autos zu machen die sich genau deswegen verkaufen: Weil die neuen Besitzer eben nicht wollen, dass ihr Auto jedem und allem gefällt. Um zu entscheiden ob euch das Auto knapp 37.000 Euro wert ist, solltet ihr euch selbst reinsetzen. Spätestens wenn ihr euch das Heck anseht könnte es passieren, dass ihr euch verliebt.

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Bildquelle/Copyright Fahraufnahme: Jan Gleitsmann