Fahrbericht Citroën DS5 Hybrid4: Mit der DS5 im Hier und Jetzt

Citroën DS5 Hybrid 2013 Weiss Fahrbericht: Außen Teaser

Früh morgens machten wir uns auf den Weg. Kind einladen, Koffer einladen und möglichst nichts vergessen. Für die Weihnachtstage dürfen wir nämlich wie so oft knapp 700 km Fahrt auf uns nehmen. Mit einem kleinen Kind ist das schon nicht leicht – doch wenn es auch noch ausgerechnet an Weihnachten ist… Wir haben keine Wahl. Wer arbeiten muss, ist nun mal auf die wenigen freien Feiertage beschränkt. Mit der Citroën DS5 haben wir eine Begleiterin für die vielen Autobahnkilometer. Sie bietet auch mit Kindern genug Platz, verbraucht dank Hybridtechnik angenehm wenig und sieht bei alledem von außen auch noch richtig gut aus. Wenn es dann noch eines gibt, was das extrem eigenständige Außendesign übertrumpft, so ist es der Kampfjet-Innenraum mit einer wirklich tollen Haptik.

IMHO: Das Tesla Model S wäre das perfekte Auto für mich, wenn…

Tesla Model S 2013 Schwarz Frontansicht

…wenn, ja wenn nicht das Problem mit den Stromanschlüssen wäre. Und ich sehe leider auch nicht, wie sich das in absehbarer Zeit ändern soll. Aber fangen wir vorne an:

Das Tesla Model S, dessen Produktion gerade angefangen hat, ist ein wunderschönes Stück Auto. Hätte ich das Geld mir ein Fahrzeug in der gehobenen Mittelklasse zu kaufen, wäre ich vom S sehr angetan. Die auf den Fotos gezeigte Version ist das, was ich im Onlinekonfigurator zusammengestellt habe. Dort komme ich auf knapp 85.000 USD (entspricht ca. 65.000 Euro), Startpreis des Model S ist bei 50.000 USD (entspricht ca. 38.000 Euro). Ich finde ihn für ein Fahrzeug mit 4 Türen und 4 Sitzen sehr gelungen. Das Design ist sehr sportlich, die Linien straff und das Gesamtkonzept strahlt Hochwertigkeit aus. Selten begegne ich Fahrzeugen, die mich direkt von hinten, vorne und der Seite ansprechen. Meist ist es nur eine Perspektive, der ich etwas abgewinnen kann. Ganz ehrlich: Allein schon aufgrund der Tatsache, dass das Model S in Deutschland ein seltener Anblick bleiben dürfte, würde ich ihn haben wollen.

Citroen DS5 Musikwettbewerb – Preisverleihung in Köln

Citroen DS5 Musikwettbewerb @ Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln

Gestern abend wurden in Köln, im Club Bahnhof Ehrenfeld, die Preise für den Musikwettbewerb zum Citroen DS5 verliehen. Vielleicht erinnert ihr euch: Citroen hatte aufgerufen ein eigenes Musikstück für den Wettbewerb einzureichen, eine Jury und die Community entschieden letztlich wer weiterkam/gewann.

Für Citroen typisch versprühte die Location an diesem Abend den französischen Charme der so sehr zur Marke gehört und auch von den Mitarbeitern getragen wird. Mal ehrlich: Was ist charmanter als französischer Akzent? Eben.

Die jungen Musiker in Bandformationen oder als Teil einer Musikschule standen ganz im Vordergrund, durch den Abend führte Götz Alsmann, der auch in der Jury saß.

Den ersten Platz teilen sich die zwei Bands Fippies und Forced Movement, sie erhalten einen Platz auf den Magazin-CDs des Rolling Stone Magazines und des Musikexpress. Außerdem dürfen sie ein Jahr den (die?) Citroen DS5 fahren.

Zum DS5 gibt es übrigens einiges in meinem Artikel zu lesen. Catharina vom Lashout.de Blog war auch dabei und steuert deutlich mehr Bilder bei, ein Blick lohnt sich also allemal!

Ich wünsche den Musikern viel Spaß mit ihren Preisen und viel Erfolg!

Einen DS3 Racing Sébastien Loeb Edition gab es auch noch zu sehen:

Citroen DS5 Musikwettbewerb: DS3 Sport Sebastian Loeb Edition

Citroen DS5 und DS3 Racing

Citroen Neuheiten Tage: DS3 Racing 2012

DISCLOSURE:
Ich wurde von Citroen zu den Neuheiten-Tagen im Ecolut-Center eingeladen. Verpflegung war inklusive.

Gestern hatte Citroen – zum ersten Mal – eine Herde Blogger zu einem Event eingeladen um den ersten Kontakt aufzubauen. Direkt bei mir um die Ecke im Bergischen. Bei der Gelegenheit konnten diverse Modelle wie C1, Berlingo oder C4 Aircross probegefahren werden. Unter den anwesenden Fahrzeugen waren zwei wirklich interessant. Die da wären: Der Citroen DS3 Sport und der DS5 Diesel Hybrid.

Citroen DS3 Racing

 

Der kleine Flitzer in schwarz/orangenem Kampf-Trainingsanzug steht recht sportlich da. Ähnlich wie beim MINI ist stellt das Dach einen farblichen Kontrast zum Rest da. Betont durch die Spiegelgehäuse, Kühlergrill und – nicht ganz mein Fall – Felgen in gleicher Akzentfarbe. Gerade das Heck ist sportlich knapp und pummelig und damit genau mein Geschmack. Innen wird die Sportliche Note durch das Armaturenbrett – ebenfalls in Akzentfarbe – und die sehr sportlich konturierten Sitze aufrechterhalten.

Citroen Neuheiten Tage: Citroen DS3 Racing 2012 Fahraufnahme

Um wirklich einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit oder Leistungsunfähigkeit des DS3 Sport zu erhalten war die Zeit leider zu knapp. Also kann ich nur erste Eindrücke schildern: Der Sound ist etwas mau und  – in den Worten von Björn, der ebenfalls dabeiwar – “arg dröhnend”. Die Sitzposition ist gut, die Bestuhlung für meinen Geschmack etwas zu hart. Rundumsicht ist genau richtig, überhaupt ist der Innenraum ziemlich hell. Die Beschleunigung geht in Ordnung, überrascht hat mich wie ruhig der Innenraum jenseits der 150 km/h bleibt. Für solch ein kleines Auto durchaus eine Hausnummer. Um flink in der Innenstadt durch die Lücken im Verkehr zu schlüpfen könnte der DS3 durchaus geeignet sein. Die Materialanmutung im Inneren ist durchwachsen. Mal hat man schöne Oberflächen zu greifen, mal wundert man sich über die Haptik (wie zum Beispiel an den Lüftungsdüsen). Dafür sind die Armaturen sehr spacig, modern, jung. Wenn ihr wissen wollt wie es sich im DS3 hinten sitzt, fragt ihr am besten Jens. Der ist nicht nur hinten sondern – wie es sich gehört - auch mal im Kofferraum gesessen.

 

Citroen Neuheiten Tage: DS5 Diesel Hybrid 2012 Weiss

 

Citroen DS5 Diesel Hybrid

 

Von Außen in meinen Augen der große Wurf von Citroen. Kein anderes Fahrzeug dieser Kategorie sieht so ungewöhnlich aus. Die Linienführung, das schwebende Dach, die massive Chromstrebe an der Motorhaube. Alles scheint zu schreien: Ich bin anders! Das ist auch gut so, denn heutzutage sehen Autos viel zu ähnlich aus. Auch im Innenraum bekennt man sich dazu anders zu sein. Auch hier fließende Formen, der Beifahrer wird von Wölbungen und Rundungen umspielt. Dank drei Fenstern im Dach gleicht der DS5 einer Kathedrale. Bei viel Licht auf der Autobahn unterwegs sein und Zeitung lesen dürfte im DS5 einen ganz besonderen Reiz haben. Genau dort gehört der DS5 meiner Meinung nach auch hin. Landstraßen oder die Stadt liegen ihm nicht so ganz. Dazu reagiert die Automatik zu träge und dazu kommt im ersten Gang schon einfach zu wenig Power rüber. Rein elektrisch anzufahren hat seinen Reiz, durch die Kombination mit dem Diesel dürften sich auch die Betriebskosten im Rahmen bewegen. Das perfekte Auto also für Berufspendler? Ich glaube die sind nicht mutig genug ein Auto zu fahren das förmlich in die Welt hinausschreit, dass es anders sein will. Citroen bekennt sich löblicherweise dazu auch Autos zu machen die sich genau deswegen verkaufen: Weil die neuen Besitzer eben nicht wollen, dass ihr Auto jedem und allem gefällt. Um zu entscheiden ob euch das Auto knapp 37.000 Euro wert ist, solltet ihr euch selbst reinsetzen. Spätestens wenn ihr euch das Heck anseht könnte es passieren, dass ihr euch verliebt.

Citroen Neuheiten Tage: DS5 Diesel Hybrid 2012 Weiss Detailaufnahmen

Weitere Artikel zum Thema:

Bildquelle/Copyright Fahraufnahme: Jan Gleitsmann

Im Spotlight: Renault

Renault Sport Spider

Ab sofort wird monatlich ein Hersteller von uns Bloggern besonders hervorgehoben, der sich durch eine besondere Leistung oder ein Konzept von der Masse abtut. Diesen Monat trifft es Renault.

Renault macht momentan Schlagzeilen mit den neuen Fahrzeugen die durch alternative Antriebe überzeugen. Neben dem Fluence Z.E. ist dabei der kleine Twizy eigentlich fast schon ein kleines Highlight, da äußerst ungewöhnlich und mutig. Immerhin will man sich hier mit einem Fahrzeugkonzept am Markt beweisen dass es so bisher nur selten gegeben hat. Vergleichbar ist höchstens der Opel RAKe.

Sinnbildlich für den Mut den Renault beweist ist für mich der Renault Sport Spider, der auch im Teaser zu sehen ist (Bild aus dem Werbeprospekt). Ein zu der Zeit absolut krasses Konzept dass es in Serie auf eine rel. geringe Stückzahl gebracht hat. Ich erinnere mich noch an eine Sendung im Fernsehen wo gezeigt wurde wie man ganz einfach die Karosserie am Spider abnehmen kann – da GfK – und die Windschutzscheibe abmontieren und anmontieren kann. Vorgestellt wurde da noch die Konzept-Studie. Gebaut von 1995 bis 1999 wiegt der Sport Spider gerade mal 965kg, ist nur 1,2 Meter hoch und wird von einem 2 Liter Motor mit 150PS angetrieben. Damit war der Spider ein Jahr früher auf dem Markt als die Lotus Elise die ein ähnliches Konzept verfolgt: Hohes Leistungsgewicht.

Aber zurück zu den alternativen Antrieben: Bei rad-ab findet ihr einen schönen Fahrbericht zum Renault Twizy. Ein wenig fühlt man sich bei dem – gerade von hinten – sehr futuristischen Zweisitzer ja in Judge Dredd oder ähnliche Sci-Fi-Filme versetzt. Für um die 8000€ bekommt man einen kleinen Pendler-Flitzer mit 85 km/h Vmax. Mein Ding ist dieses Fahrzeug eigentlich nicht ganz. Aber wenn ich lese was die Bloggerkollegen so schreiben und dass die doch durch die Bank begeistert sind hört es sich nach einer erfahrenswerten Begegnung an! Weiter so Renault!

Teilnehmende Blogs unter anderem:

Alles weitere auf der Autoblogger-Award Seite.

Fotogalerie Honda CR-Z 1.5 IMA

Teaser Honda CR-Z 1.5 IMA Fotogalerie

 

Nachdem ich vor ein paar Tagen den Fahrbericht zum Honda CR-Z veröffentlich habe reiche ich nun die versprochene Fotogalerie nach. Bei den Fotos findet ihr wie gewohnt zusätzliche, sehr viel detailliertere, Anmerkungen zum CR-Z. Ich hoffe damit bleiben keine Fragen offen. Schließlich kenne ich es aus eigener Erfahrung: Man ist sehr interessiert an einem Fahrzeug aber findet im Internet partout kein Foto wo genau der USB-Anschluss denn nun steckt oder ähnliches.

Und wenn ihr noch einen anderen lesenswerten Testbericht zum CR-Z wollt, dann werdet ihr bei Björn auf Die-Testfahrer.de fündig. Sein Artikel trägt den Titel “Ich volt mehr

Mit einem Klick auf das Bild unten geht es zur Galerie.

Zur Galerie Honda CR-Z 1.5 IMA 2012

Fahrbericht Honda CR-Z 1.5 IMA: Jakyll & Hyde

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Teaser

 

Da stand er also ganz in weiß vor mir. Ihr wisst, der Ersteindruck ist der wichtigste. Besonders bei einem Auto das man nicht jeden Tag rumfahren sieht. Große schwarze Felgen mit silbernen Akzenten: Die weiß/schwarz Kombination gefällt mir. So wie der CR-Z dastand und wartete, konnte ich ihm durchaus etwas abgewinnen.

Design

 

Von vorne sieht er sehr aggressiv und sportlich aus, steht mit seiner kantigen Schnauze erwartungsvoll im Wind. Die Scheinwerfer haben einen Blaustich (ein sehr schönes Designmerkmal!), LED-Tagfahrlicht komplettiert die Optik. Insgesamt schön schlicht.

Die Seitenlinie kann ebenfalls begeistern. Denn die Proportionen stimmen. Kurze Überhänge, hinten wirklich ultrakurz, eine schön abfallende Dachführung die von einer Haifischflossen-Antenne und einem Dachspoiler (dieser hat ihm bei Alex den Spitznamen “Sharky” eingebracht) aufgepeppt wird. Das Fahrzeug kommt mir an der höchsten Stelle gerade mal bis zur Brust. Die Fensterlinie wird hinten nach oben gezogen, ähnlich der Kanzel eines Kampfjets. Vorne sitzen die Außenspiegel unterhalb der Motorhaube, dadurch setzt die ganze Fensterfläche vom Spiegel aus nicht bündig mit der Motorhaube an. Folge ist, dass die geduckte Haltung noch mehr betont wird. Wer jedoch hinter der großen Fensterfläche auch tatsächlich Durchsicht vermutet, liegt falsch. Die hinteren Fenster sind von innen nur auf einer kleinen Fläche vorhanden, der Rest ist eigentlich B- und C-Säule.

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Seite Vorne Rechts

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Aussen Heck angeschnitten

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Aussen Heck Dachspoiler 3. Bremsleuchte

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Aussen Heck Diffusor

Das Heck ist die Ansicht, bei der man am ehesten schmunzelt. Der angedeutet Diffusor sieht toll aus, doch erinnert das Heck zu sehr an “klassische” Hybrid-Steilheck-Fahrzeuge. Es ist zu hoch, zu kastenförmig. Von hinten vermutet keiner ein sportliches Fahrzeug im CR-Z. Das Testfahrzeug könnte durchaus noch Distanzscheiben auf der Hinterachse vertragen damit die Reifen bündig mit den Radhäusern abschließen. Der schwarze Bereich zwischen den Heckleuchten ist Fensterfläche. Trotz dieses Fensters und des riesen Fensters in der Heckklappe sieht man nach hinten nur einen kleinen Bereich: Der Balken zwischen den beiden Fenstern, genau an der Knickkante, liegt beim Blick in den Rückspiegel immer über den Scheinwerfern des nachfolgenden Verkehrs.

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Innen Sitz Schulterblick hinteres Fenster

 

Einsteigen, wohlfühlen.

 

Platz nehmen geht leicht, die Sitze sind sehr gut konturiert und lassen sich ganz klassisch manuell genau so einstellen wie man es möchte. Auch das Lenkrad lässt sich in Tiefe und Höhe einstellen. Alsbald starrt man dann auf das Science-Fiction Dashboard. Volldigital und vollbunt. Mir hatte dieser Designweg von Honda schon beim Civic gefallen und er gefällt mir immernoch. Ich mag eben alles was anders ist. Auch wenn auf den zweiten Blick viele Platzierung nicht so direkt sinnvoll/nachvollziehbar scheinen: Wo man den Lichtschalter vermutet ist die Verstellung der Aussenspiegel, Der Schalter für die PDC (hinten) befindet sich dort wo sonst die Nebelschlussleuchte bedient wird und die Schalter für die Sitzheizung liegen – statt dort zu sein wo alle anderen Schalter sind, nämlich auf der Mittelkonsole – als einzige oberhalb des Schaltknaufs am Mitteltunnel.

Gut, die Positionierung wirft eben ein paar Fragen auf, ist aber nur Gewöhnungssache. Hat man sich einmal gewöhnt, so ist die Bedienung der Funktionen jedoch genau so, wie man es sich wünscht. Ohne Umwege und Seltsamkeiten. Keine Beschriftungen, die Rätsel aufgeben, alles selbsterklärend. Vorbildlich! Funktionen wie der Tempomat und die Freisprecheinrichtung lassen sich auch über das Multifunktionslenkrad steuern.

Zündschlüssel drehen – Startknopf drücken.

 

Der 1.5 Liter 4-Zylinder-Motor mit 114PS erwacht mit einem heiseren, wenig betörenden “RRRrrmm” aus dem Schlaf. Überhaupt klingt der Motor zu keiner Zeit begeisternd. Er hält sich bei normaler Fahrt stark im Hintergrund, sollte man die Gänge mal ausdrehen erhält man nur ein Nähmaschinensurren. Nach Power klingt es nicht. Die fehlt auch in oberen Drehzahlbereichen gänzlich. Versteht mich nicht falsch: Durch die zusätzliche Elektromotorunterstützung (14PS) schiebt der CR-Z gut an. Doch passiert das im unteren Drehzahlbereich. Die Konsequenz daraus ist, dass man im Grunde fast die gesamte Fahrt im 6. Gang absolvieren kann und mit diesem auch mal eben noch beschleunigen kann ohne zurückzuschalten.

Im “Normal”-Fahrmodus empfiehlt eine kleine Anzeige auch passenderweise in etwa folgende Schaltzeitpunkte durch eingeblendete Pfeile nach oben oder unten: 20km/h – 2. Gang, 30km/h – 3. Gang, 40km/h – 4.Gang, 50km/h – 5. Gang, 60km/h – 6. Gang. Das ist spritsparend und anders als bei jedem anderen Auto kann man eben trotz 5. Gang bei 50km/h mal noch zwischenbeschleunigen. Doch viel darf man nicht erwarten. Dem CR-Z würden eindeutig ein paar PS mehr gut zu Gesichte stehen.

3 Fahrmodi für drei Erlebnisse.

 

Eco – Normal – Sport. So nennen sich die per Schalter links des Lenkrads wählbaren Fahrmodi. Bei Eco ist alles – wie der Name vermuten lässt – auf Spritsparen ausgelegt. Gasbefehle werden zögerlich umgesetzt, die Beschleunigung ist unmerklich, alles am Auto provoziert hier den Fahrer eine vorausschauende Fahrweise an den Tag zu legen. Dazu passt die grüne Färbung des Ringes um den digitalen Tachometer.

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Innen Startknopf Farben Tachometer Eco, Normal, Sport

Bei Normal fährt sich der CR-Z im Stadtverkehr und auch abseits der Stadt so wie ein durchschnittliches Auto mit einer solchen Motorisierung eben fährt. Er tut was er tun soll. Das Display ist grün gefärbt, ändert sich jedoch über türkis zu blau wenn man mal etwas zu sehr Gas gibt.

Im “Sport”-Modus wandelt sich der CR-Z jedoch von Dr. Jakyll zu Mr. Hyde. Ähnlich den Charakteren aus der Novelle von Robert Louis Stevenson verwandelt sich der CR-Z vom Arzt, dem das Gemeinwohl, die Umwelt, am Herzen liegt zum aufbrausenden, launischen Mörder Hyde. Das Display färbt sich teuflisch tief Rot, alle Assistenzanzeigen (kleine Pflanzen die einen für umweltschonendes Fahren belohnen, Schaltvorschläge etc.) verschwinden, alles macht Platz für den großen Drehzahlmesser und den Tachometer. Der CR-Z macht schon beim Berühren der Taste einen leichten Satz nach vorne, fletscht die Zähne. Die Lenkung wird deutlich straffer und direkter. Sie lässt einen teilhaben am Fahrbahnbelag. Der CR-Z wird endlich zu dem versprochenen sportlichen Coupé. Gemeinsam mit der phänomenalen Schaltung, den Sitzen und dem tollen Lenkrad wird er zu einer Fahrmaschine mit der beachtliche Kurvengeschwindigkeiten möglich sind. Endlich versteht man warum er das straffe Fahrwerk hat, das so gar nicht zu den anderen beiden Modi passt. Es ist zu trocken. Doch jetzt, im “Hyde-Modus”, weiß man, dass genau dieses Fahrwerk dafür verantwortlich ist, dass man trotz Schlaglöchern und Unebenheiten in der Kurve diese mit hoher Geschwindigkeit fahren kann. Der CR-Z klebt souverän auf dem Kurvenasphalt wie sonst höchstens in einer Steilkurve. Das ist das Auto das ich sehen wollte.

Die Kurve ist allerdings auch der Ort, an dem man mit dem CR-Z bleiben sollte. Sprich: Landstraße und spritzige Stadtfahrten. Da macht er Spaß. Auf der Autobahn ärgert es einen schnell wenn dem CR-Z viel zu früh die Puste ausgeht.

Ein paar Worte zur manuellen 6-Gang-Schaltung

 

Genau genommen drei Worte: Ich – bin – sprachlos.
Wenn ich mehr dazu sagen muss: Das, was Honda hier dem gewillten zukünftigen Honda-Fahrer in die rechte Hand legt, ist in meinen Augen das Schaltungsideal. Es erinnert mich an die sportlichsten Schaltkulissen der 80er/90er. Kurz, knackig, tolle Haptik. Aufgeschlüsselt in einzelne Eindrücke liest sich das so: Auf einer dünnen, kühlen Metallstange sitzt ein kugelförmiger Schaltknauf und schmeichelt mit einer Kopfplatte aus eiskaltem Metall der Hand. Der sehr kurze Weg von Gang zu Gang findet sich ganz von allein. Jedes Schalten wird von einem schön mechanischen “Plonnng” begleitet. Die Kupplung spielt perfekt mit der Schaltung zusammen. Fuss drauf und wieder runter ist eine einzige schnelle Bewegung, zeitgleich fliegt der nächste Gang rein. Dabei macht der CR-Z keine Lastwechselreaktion, nichts lässt Mitfahrer überhaupt erahnen dass gerade ein Gang gewechselt wurde. Ich habe es zu einem Hobby gemacht bei CR-Z selbst in der Stadt alle Gänge nacheinander einzulegen bis hin zum letzten und freue mich über jede rote Ampel.

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Innen Manuelle 6-Gang Schaltung Schaltknauf

Honda CR-Z 1.5 IMA Weiss Innenraum Armaturenbrett, Cockpit, Dashboard, Digital

Das Pflichtprogramm

 

Am Rande gibt es natürlich noch ein paar kleine Details zu erwähnen. Da wären die hinteren Sitze: Sie sind nicht mehr als ein Ablageort, als vollwertige Sitze taugen sie nicht. Weder für Erwachsene, Kinder oder Kleinkinder. Mein Kindersitz lässt sich zwar durch die große Türöffnung leicht ins Auto schaffen, hinten findet er aber nicht genug Platz. Der extra bezahlte Seitenaufprallschutz am Kindersitz muss abgenommen werden und die Rückenlehne berührt selbst in der niedrigsten Einstellung das Dach. Der Beifahrersitz lässt sich dann auch nicht mehr weit genug nach hinten fahren um vorne überhaupt sitzen zu können. Somit bleibt nur der Beifahrersitz für einen Kindersitz – trotz Isofix und Toptether hinten. Zumindest lässt sich der Beifahrerairbag mit dem Autoschlüssel deaktivieren. Das alles macht in der Summe den CR-Z eher zum reinen Zweisitzer als zum 2+2-Sitzer.

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Aussen Front Nah Scheinwerfer

Die Start-Stop-Automatik hilft ebenfalls, neben dem Elektromotor, Sprit zu sparen. Der Motor geht aus sobald man die Kupplung und die Bremse tritt  – übrigens auch wenn man mit unter 30km/h rollt – und geht wieder an wenn man den Fuß von der Bremse nimmt oder einen Gang einlegt.

Der Kofferraum ist deutlich größer als man annehmen würde. Allerdings in der Tiefe. In der Höhe ist er aufgrund der abfallenden Dachlinie sehr beschränkt. Während Richtung Wageninneres ein Sixpack Wasser aufrecht stehen kann wird es direkt an der Ladekante schon knapp.

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Aussen Heckleuchte und Seitenlinie

Einparken will trotz PDC hinten geübt sein. Erstens gibt es vorne keines und man sieht außer Scheibe nach vorne gar nichts von der Karosserie. Zweitens ist aufgrund der breiten C-Säule der Blick nach hinten rechts und links versperrt. Außerdem erinnern wir uns, dass die hinteren Fenster nur kleinste dreieckige Fenster sind und man vom Fahrerplatz aus  hier gar nicht raussehen kann. Der Einlenkpunkt beim rückwärts-seitwärts Einparken muss nach Gefühl gewählt werden. Auch beim Schulterblick sieht man wenig. Doch entschädigen sehr große Außenspiegel dafür.

Wer will ihn?

 

Mich hat der CR-Z mehr als überrascht. Alleine die Schaltung wäre für mich schon ein Grund dieses Auto einem anderen vorzuziehen. Dazu der Verbrauch von 6,5 Litern auf 100km, das bei extremster Fahrweise wohlgemerkt. Die Soundanlage (USB-Anschluss und Aux-Anschluss vorhanden) spielt aufgrund eines Subwoofers im Kofferraum ordentlich auf, wie von japanischen Autos gewohnt. Doch eher Prodigy-geeignet als Jazz-Affin.

Honda CR-Z 1.5 IMA 2012 Weiss Aussen Vorne Xenonscheinwerfer Blaufärbung Detail

Das bei meiner Sicht auf die Welt unschlagbare Argument ist jedoch Folgendes: Wann sieht man einen CR-Z mal rumfahren? Er ist fast schon ein Exot. Hat man ihn und stellt ihn auf einem großen Parkplatz ab kann man sich sicher sein, dass man keinen zweiten CR-Z auf diesem Parkplatz finden wird. Und das macht ihn zu einem leicht unvernünftigen, sympathischen Charakterfahrzeug. Ich würde ihn sehr gerne länger behalten. Vielleicht aber für das letzte Quäntchen Power in einer Type-R Version? Liebe Honda-Ingenieure? Spendiert ihm bitte 40 Mehr-PS und der CR-Z würde sich vom sportlichen Coupé zum Sportcoupé wandeln.

In den nächsten Tagen gibt es wie gewohnt noch eine detaillierte Bildergalerie zum Honda CR-Z.

Die Galerie ist nun online und findet sich hier: Honda CR-Z Bildergalerie

Und wer eine andere Meinung will, der wird demnächst bei rad-ab fündig. Auch dort wird der CR-Z bald unter die Lupe genommen.

Honda CR-Z 1.5 IMA Sport 2012 Testurteil Grafik Bewertung

 

Ersteindruck Honda CR-Z 1.5 IMA

Honda CRZ 1.5 2012 weiß Ersteindruck Heckansicht

Das erste Wochende mit dem Honda CR-Z ist vorbei und ich habe meine ersten Eindrücke gesammelt. Hier gibt es nun ein paar erste oberflächliche Worte.

Es ist eigentlich – muss ich leider zugeben – unerwartet, aber der CR-Z gefällt mir soweit äußerst gut. Nicht nur weil die weiße Lackierung und die schwarz/silbernen Felgen perfekt zusammenpassen. In vielen Belangen habe ich mich dabei erwischt wie ich überrascht war.

Da wäre zum Beispiel der Moment als ich das erste Mal ausgestiegen bin und verwundert festgestellt habe wie flach das Auto ist – Es geht mir in etwa bis zur Brust.

Dann der erste Druck auf die Sporttaste nachdem der Eco-Modus mich so gar nicht emotional mitnehmen konnte. Der CR-Z verwandelt sich ganz schnell und deutlich wahrnehmbar in einen kleinen Sportler. Der (Tasten-)Name ist eben Programm.

Die schöne Schaltung mit kurzen Schaltwegen und recht knackiger Schaltbarkeit. Auch der kugelförmige Schaltknauf und die dünne Stange auf der dieser montiert ist sind solche kleinen Details die mich persönlich erfreuen – es fühlt sich einfach toll an.

Der gewaltige – allerdings aufgrund der Silhouette flach bauende – Kofferraum.

Es gibt auch vieles was mir nicht so sehr gefällt… aber diese Dinge und auch mehr Details zu den guten Seiten des kleinen weißen Hondas gibt es erst nach einem ausgiebigen Test.

Zum Abschluss möchte ich Honda für das äußerst mutige Dashboard-Design loben:

Honda CR-Z 1.5 2012 Innenraum Cockpit